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 Maßstabsgetreues „Panzer Marsch!“
 Tausende Besucher bringen 28.500 Euro Spenden ein
Holzminden (uz) [26.09.10]. Rasselnde Panzerketten? In einer kleinen Halle? Das geht doch gar nicht! Doch es geht. Die Modellbauausstellung in Holzminden macht es möglich. Als ob er selbst am Steuer des Panzers säße, steuert der Modellbau ein etwa 80 Zentimeter hohes Ungetüm durch die Gassen zwischen den Tischen und aus der Halle. Hier wird das Modell sogar mal eben zu einem Angriff aus der Formation gesteuert, als ein Besucher allzu neugierig der Kampfformation zu nahe kommt. Nur wenige Meter weiter zieht ein Eisbrecher seine Bahnen im Modellteich. Ein paar Schritte weiter pflügt ein Traktor eifrig Furchen in die Erdkruste, die in einer Schale auf dem Tisch steht. - Und in der Sporthalle wird eifrig Fachwissen ausgetauscht. Sind die Aufkleber auf dem Klarlack oder darunter und wie werden die Gebrauchsspuren am besten aufgebracht?

Vom Maßstab von 1:1 (Original) bis zur filigranen Variante.
Fotos: Zeitter
Mehr als 300 Aussteller bieten mehr als einfach „nur Panzermodelle“ auf den rund 2200 Quadratmetern Ausstellungsfläche in der Kaserne. Die regionale Bahn zum Kalktransport wurde ebenso nachgebaut, wie der Start einer Aufklärungsdrohne in Afghanistan. Detailtreue kennt keine Grenzen und die Modellbauer, die in Holzminden mit dabei sind, leben diese Treue. Da gehört auch eine Straßenbaustelle neben die Strecke des Metronom-Zuges aus Norddeutschland, der sich seinen Weg durch die Landschaft bahnt.
Längst hat sich die Veranstaltung in der Holzmindener Kaserne zu einem Pflichttermin für Modellbauer entwickelt. Sie zeigen nicht ohne berechtigten Stolz ihre Arbeiten, tauschen sich aus und sammeln Anregungen und Vorlagen. Dazu bietet nicht nur der Hausherr, die Bundeswehr, eine Ausstellung mit modernem Gerät. Längst sind auch Fahrzeuge vom Technischen Hilfswerk, der Polizei, der Feuerwehr, vom Deutschen Roten Kreuz oder der britischen Streitkräfte mit dabei. Hinzu kommen unzählige Sammler historischer Fahrzeuge, die ihre Schmuckstücke ebenfalls präsentieren und so auch den Modellbauern zugänglich machen.
Dazwischen tummeln sich staunende Besucher, die gar nicht alle detaillierten Arbeiten in so kurzer Zeit aufnehmen können.

Abwechslungsreiche Arbeiten wurden in Holzminden präsentiert.
Ganz sicher ist die Modellbauausstellung an diesem Wochenende wieder ein wenig größer geworden als im Vorjahr. In den vergangenen Jahren hat Stabsfeldwebel Helmut Duntemann, der die Ausstellung einst ins Leben gerufen und ein ganzes Dutzend organisiert hat, rund 122.000 Euro für die Deutsche Kinderkrebshilfe gesammelt. In diesem Jahr kamen nochmals stolze 28.500 Euro dazu.
In diesem Jahr dürfte auch wieder die Aktion des Modellbau-Herstellers Revell zu einem guten Spendenergebnis beitragen: Dieser fertigte 300 Exklusive Bausätze eines Transportpanzers Fuchs, der inklusive Kennzeichnung zu 100% mit einem Holzmindener Fahrzeug übereinstimmt. Bereits nach wenigen Stunden waren 220 Exemplare des Modells über den Tisch gegangen.

Die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Technischem Hilfswerk beim Hochwasser im Oderhaff inspirierte Norman Gebsattel vom Berliner THW zu dieser Arbeit.
Bei der ersten Ausstellung waren es noch 26 Aussteller, die auf knapp 130 Quadratmetern ihre Werke zeigten. Einer von ihnen war der Organisator selbst, der auch heute noch seine Arbeiten auf einem Tisch präsentiert. Wichtiger für ihn ist aber längst die Organisationsarbeit geworden. Die Organisation einer Veranstaltung, die immer vielfältiger und beachteter wird und zugleich auch die Arbeit der Kinderkrebshilfe unterstützt.

Absolut aktuell: Aufklärungsdrohne im Afghanistan-Einsatz.
Wenn aber am heutigen Sonntag die Tore der Kaserne geschlossen werden und viele freiwillige Helfer in Uniform aus dem Standort wieder abbauen, dann steht eine Änderung schon fest: Es war ganz sicher die letzte Ausstellung, die Helmut Duntemann in seiner aktiven Dienstzeit organisiert hat. Er tritt in den nächsten Wochen in den Ruhestand, der mit Blick auf die Ausstellung 2011 wohl eher ein Unruhestand werden dürfte. Der Unterstützung seiner Garnisonsstadt und seines aktuellen Arbeitgebers darf er sich auch künftig sicher sein. Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul, der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Thomas Lühring und auch der stellvertretende Kommandeur der 1. Panzerdivision, zu der Holzmindener Pioniere gehören, Brigadegeneral Heinz Georg Wagner sprachen Duntemann nicht nur viel Lob und ihren herzlichen Dank für die außergewöhnliche Initiative aus, sie gingen auch ganz fest von einer Neuauflage der Ausstellung aus.
 
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