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Köln. (eb) [19.08.05]. „Die
Wahrheit als tiefen Sinn menschlicher Existenz suchen!“ Mit diesem
Thema setzte sich Militärbischof Dr. Walter Mixa am Mittwoch, 17.
August 2005, dem „Tag der
Militärseelsorge“ während des Weltjugendtages in seiner Katechese mit ca.
700 Soldatinnen und Soldaten auseinander. Ort der Veranstaltung war die
ehemalige belgische Kaserne „Camp Altenrath“ in Troisdorf. Bischof Mixa
ging zunächst in seinen Ausführungen auf die materialistisch geprägte
Denk- und Lebensweise, gerade auch der deutschen Bevölkerung ein. Alle
machten die Erfahrung, dass der Gottesglaube scheinbar verdunste, so der
Militärbischof.
Bei seinen vielen Gesprächen mit Soldatinnen und Soldaten, falle bei der
Frage nach Gott die Antwort häufig sehr skeptisch aus. Die Militärseelsorger
würden aber als mitmenschliche Helfer, als gute, erfahrene Ratgeber
bei sämtlichen Lebensproblemen, ohne weiteres respektiert und
geschätzt. Bei
seinen Einsatzbesuchen stelle er immer wieder fest, dass sich Soldaten
stärker mit dem Tod aus einander setzten als jede andere Zivilperson.
Neben der Angst vor einem Terroranschlag oder der Angst vor einem Einsatz
in gefährlichen Gebieten, sei nicht zuletzt auch die Sinnfrage nach dem
gesamten persönlichen Dasein vorhanden. Mixa ermutigte die jungen
Zuhörerinnen und Zuhörer sich für den bleibenden Sinn des Lebens
einzusetzen, nämlich für die Liebe und für das Leben. Jeder trage eine
unauslöschliche Sehnsucht nach einer ehrlichen, zuverlässigen Liebe in sich,
die all die Mühen der Selbstdisziplin, Einsatzbereitschaft für Andere,
Pflichtbewusstsein und Treue einem Menschen gegenüber, einen tieferen,
bleiben Sinn gebe. Damit sei verbunden, das starke Verlangen nach einem
Leben, das sich nicht nur auf wenige Jahrzehnte der irdische Zeit
beschränke. Uralte Kulturen, wie die der Ägypter und Babylonier seien
herausragende Zeugnisse dafür, dass der Mensch sich mit dem Sterben nicht
einfach abgefunden habe. Möge die Vorstellung des Einzelnen vom Schöpfer
noch so unterschiedlich gewesen sein, so sei doch die Gewissheit sehr groß,
dass der Tod nicht das letzte Aus und Amen spreche, sondern das es in einer
anderen, in einer göttlichen Welt die Erfüllung des menschlichen Daseins,
die Erfüllung der Sehnsüchte nach Liebe, Glück und Leben geben werde. Nach
der Katechese feierte Militärbischof Mixa mit gut 1.200 Gläubigen, darunter
700 Soldatinnen und Soldaten aus 14 Nationen ein internationales
Pontifikalamt. Aufgrund seiner Fußverletzung hatte Bischof Mixa den
österreichischen Militärbischof Christian Werner gebeten, die
Hauptzelebration zu übernehmen. In Conzelebration mit Bischof Werner
feierten noch sechs ausländische Militärbischöfe aus Litauen, Slowakei,
Ungarn, Großbritannien, Spanien, sowie zahlreiche Militärpfarrer aus
verschiedenen Nationen den Gottesdienst. Militärbischof Mixa hielt bei
dieser Eucharistiefeier die Predigt. Anschließend lud der Militärbischof
alle Anwesenden zu einem gemeinsamen Mittagessen und zu Gesprächen ein. Die
musikalische Unterhaltung erfolgte durch das Heeresmusikcorps 300 aus
Koblenz und die „Bremer Musical Company“. Der Tag der Militärseelsorge
schloss mit einem geistlichen Wort des Bischofs.
Die Teilnahme am Weltjugendtag sowie der „Tag der Militärseelsorge“ für die
Soldatinnen und Soldaten wurde vorbereitet vom Katholischen
Militärbischofsamt in Berlin unter Federführung von Militärdekan Joachim
Simon. Die Logistik( Gottesdienstzelt, Cateringzelt, Wasch -und
Duschcontainer, Unterkunft) wurde durchgeführt von der Bundeswehr, dem
technischen Hilfswerk (THW) und der katholischen Arbeitsgemeinschaft zur
Soldatenbetreuung. |
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| Militärbischof Mixa bei seiner Katechese |
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| Ein Soldat stellt dem Bischof Fragen |
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| Feierliches Pontifikalamt mit internationalen Militärbischöfen und
Militärseelsorgern |
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Hauptzelebrant war Militärbischof Christian Werner, rechts daneben
Militärgeneralvikar Walter Wakenhut, links Militärdekan Joachim Simon |
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| Militärbischof Mixa mit den Gebirgsjägern aus Bad Reichenhall; neben ihm
Militärpfarrer Martin Strasser |
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