Hamburg/Berlin [06.02.06]. Die Frage
eines Reserveoffiziers trieb Peter Struck die
Empörung erkennbar ins Gesicht. Ob ihm bekannt sei, wurde der
damalige Verteidigungsminister im
August 2005 auf der Jahrestagung der noblen
Clausewitz-Gesellschaft gefragt,
dass sich deutsche Vier-Sterne-Generäle
nach ihrer Pensionierung
ausländischen Rüstungsfirmen als
Berater zur Verfügung stellten? Ihm sei
dergleichen nicht bekannt, antwortete der oberste
Dienstherr der Bundeswehr
und fügte wütend hinzu: „Wenn
es so wäre, fände ich das unanständig!“
Was Struck nicht wusste: Genau so ist es – und
sein Wort vom fehlenden Anstand trifft keinen
Geringeren als Ex-Generalinspekteur Klaus Naumann.
Sein Name wurde vor der Clausewitz-Gesellschaft
nicht genannt, aber viele
Anwesende wussten, wer gemeint war.
[mehr] |