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 Ärger in der "Teppich-Etage"
 Führungspersonal der Bundeswehr im Kreuzfeuer der Medien-Kritik
Hamburg/Berlin (lb) [06.02.06]. In der Führung des "Unternehmens Bundeswehr" knartscht es derzeit gewaltig. Grund: keine geringeren als die "Vorstände" stehen in der Kritik, etwa Dienstgeheimnisse verraten zu haben oder nach ihrer Pensionierung ihr Insider-Wissen ominösen Rüstungs-Firmen zur Verfügung gestellen zu haben. truppen.info veröffentlicht nachfolgend zwei Artikel von "stern" und "Hamburger Abendblatt".
(Lars Bessel)
 Versilberte Sterne
 Ex-Generale dienten erst dem Vaterland und jetzt der Rüstungsindustrie
Hamburg/Berlin [06.02.06]. Die Frage eines Reserveoffiziers trieb Peter Struck die Empörung erkennbar ins Gesicht. Ob ihm bekannt sei, wurde der damalige Verteidigungsminister im August 2005 auf der Jahrestagung der noblen Clausewitz-Gesellschaft gefragt, dass sich deutsche Vier-Sterne-Generäle nach ihrer Pensionierung ausländischen Rüstungsfirmen als Berater zur Verfügung stellten? Ihm sei dergleichen nicht bekannt, antwortete der oberste Dienstherr der Bundeswehr und fügte wütend hinzu: „Wenn es so wäre, fände ich das unanständig!“
Was Struck nicht wusste: Genau so ist es – und sein Wort vom fehlenden Anstand trifft keinen Geringeren als Ex-Generalinspekteur Klaus Naumann. Sein Name wurde vor der Clausewitz-Gesellschaft nicht genannt, aber viele Anwesende wussten, wer gemeint war. [mehr]
 Warum Verschwörung vermuten ...
 ... wenn Dummheit als Begründung ausreicht?
Hamburg/Berlin [06.02.06]. Begonnen hat alles im vergangenen Sommer mit einem Streit um schmutziges Geschirr. Dann wurde schmutzige Wäsche gewaschen, und am Ende hielten zwei Drei-Sterne-Generale der Bundeswehr plötzlich ihre Entlassungsurkunden in der Hand. Sie wehren sich und weisen den Vorwurf ihres Ministers, Dienstgeheimnisse verraten zu haben, zurück. Doch nach Informationen des Hamburger Abendblattes trifft der Vorwurf ins Ziel. Weshalb sich andere Spitzenmilitärs sorgsam mit Solidarbekundungen für ihre Kameraden zurückhalten. Hinter vorgehaltener Hand werden sie allerdings deutlicher - und sparen nicht mit Kritik am Verhalten der Generale. [mehr]
 
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