München (eb) [08.09.10]. Viel Zeit hatte sich
Vizeadmiral Wolfram Kühn, der
Stellvertreter des Generalinspekteurs
der Bundeswehr und Inspekteur
der Streitkräftebasis,
für seinen Besuch beim Wehrbereichskommando IV -Süddeutschland-
genommen. Erstmals konnte er sich dabei auch einen Eindruck
vom neuen Quartier des Kommandos in der modernen um- und
ausgebauten Fürst-Wrede-Kaserne an der Ingolstädter-Straße
in München machen.
Generalmajor Gert Wessels, der
Befehlshaber im Wehrbereich IV, hatte zunächst in einer
aktuellen Bestandsaufnahme zu den drei Eckpfeilern der Arbeit
des Kommandos, den Grundbetrieb, die Einsatzunterstützung
und die territorialen Aufgaben, vorgetragen und so prägnant
in den Meinungsaustausch eingeführt.
„In einer Zeit, wo im Ministerium Strukturentscheidungen erarbeitet werden,
hatten wir, aus unserer Ebene heraus, die Möglichkeit, auch Botschaften
zu vermitteln oder Fragen zu stellen“, fassten Oberstleutnant Johann Ehrenreich,
amtierender Abteilungsleiter für Personal, sowie Oberst im Generalstab Johann
Salomon,
Abteilungsleiter für Logistik, die offene Gesprächsrunde der Abteilungsleiter
und der Personalvertretung mit dem Inspekteur zusammen.
In dieser Gesprächsrunde ging es auch um die Bewältigungen der aktuellen
Aufträge des Kommandos, trotz der strikten Vorgaben und Diskussionen über
Haushaltsmitteleinsparungen und Neustrukturierung der Bundeswehr - und deren
Auswirkungen auf Ebene der Wehrbereichskommandos. Wie beispielsweise Einsparpotential
im Materialerhaltungstitel im Bereich Logistik. Diskutiert wurde auch die Darstellung
der konkreten, personellen
Situation im Zuständigkeitsbereich des Wehrbereichskommandos, beispielsweise
der starken Einsatzbelastungen bei den Feldjägern, den Spezialpionieren
und den Kampfmittelbeseitigern.
Zwischen Vier- und Sechs-Augengesprächen informierte sich der Vizeadmiral
auch im neuen Lagezentrum des Wehrbereichskommandos, besonders über die
Koordinierung der Einsätze, in erster Linie zur Katastrophenhilfe. Dabei
berichtet Oberstleutnant Rainer Kanus, Dezernatsleiter für Einsatz und Übungen,
beispielsweise für die Unterstützungsleistungen für den NATO-Gipfel
im vergangenen Jahr oder auch die Unterstützungsleistung der Bundeswehr,
als im Klinikum Konstanz ein Operationstrakt abgebrannt war.
Anders als oftmals üblich, gestaltete sich die Gesprächsrunde mit den
Repräsentanten des Stabes nicht in Form eines hierarchisch gegliederten
Lagevortrags zur Unterrichtung, LVU genannt, sondern als ein gemeinsames Arbeitsessen
in einer angenehmen und offenen Atmosphäre. Dazu trug sicherlich auch das
landestypische Weißwurst-Frühstück bei, gut zubereitet und gerade
noch stilecht vor 12.00 Uhr begonnen. |