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 Grenzwertiges wird verhindert
 Lärm-Management spielt auf Übungsplätzen eine große Rolle
Stetten a.k.M. (uz) [05.02.10]. Die grünen Felder auf dem Monitor von Hauptfeldwebel Peter N. erinnern ein wenig an „Malen nach Zahlen“. Die bunten Rasterpunkte liegen über dem Truppenübungsplatz Heuberg bei Stetten am kalten Markt in Baden-Württemberg und seiner Umgebung. Peter N. ist in der Kommandantur des Truppenübungsplatzes für die Einhaltung der Lärmgrenzwerte verantwortlich. Grenzwerte, die sich die Bundeswehr in einer eigenen Verordnung auferlegt hat. Dafür müssen bei den Übungsvorhaben exakt die Lärmbelastungen unterschiedlicher Geschosse oder Sprengladungen kalkuliert werden, um die Werte nicht zu überschreiten.
Bei der Bundeswehr gilt die allgemein verbreitete TA Lärm nicht. Sie würde die Grenzen für hochfrequente Töne setzen, die Aktivitäten der Bundeswehr liegen mehr im tieffrequenten Bereich. Nach der TA Lärm würde die Truppe also quasi gar keinen Lärmbeschränkungen unterliegen.
Die selbstauferlegten Beschränkungen müssen an der Grenze der jeweiligen Übungsplätze eingehalten werden und dürfen nur wenige Male im Jahr überhaupt überschritten werden. Die nächsten Siedlungen werden dabei durch die Distanz zur Platzgrenze oft erst gar nicht ernsthaft erreicht.

In der Kommandantur laufen die Fäden zusammen, auch beim Lärm-Management.
Foto: Zeitter
Damit dies so ist, gibt es den Arbeitsplatz von Hauptfeldwebel N. mit einer speziellen Lärmschutz-Software. Bei ihm laufen die Fäden zusammen. Bei der regelmäßigen Besprechung für die nächsten Schieß- und Ausbildungsvorhaben werden die Emissionen aus den geplanten Munitions- und Sprengvorhaben errechnet. Diese Daten ergeben eine voraussichtliche Emissionshöhe. So bleiben den Verantwortlichen für den Übungsplatz Möglichkeiten, um die Vorhaben auf weniger belastete Bereiche zu verschieben oder die Menge der Munition zu beschränken.
Im Computer von Peter N. sind Munition ab 20 Millimeter Kaliber oder Sprengstoffe mit ihrer Lärmemission gespeichert. Das Programm berücksichtigt aber auch die landschaftlichen Gegebenheiten oder das Wetter.
In Stetten funktioniert das relativ gut. Die Übungsvorhaben auf der Schwäbischen Alb werden weniger. Dort wo viele Kettenfahrzeuge eingesetzt werden, wo Artillerie und Panzertruppe üben, fällt mehr Lärm an und auf einigen Plätzen kann es durchaus problematisch werden, um die Grenzwerte einzuhalten. Es käme in Stetten selten vor, dass die „übende Truppe“ ihre Vorhaben umplanen müsse, berichtet der Hauptfeldwebel.
Mit der Prognose ist seine Arbeit aber längst nicht abgeschlossen. Nach dem Schießen wird sein „Malen nach Zahlen“ nochmals mit den realen Daten komplettiert. Wetter- und Winddaten und die tatsächlich verbrauchte Munition sorgen für einen tatsächlichen Wert der Lärmbelastung. Je mehr sich die Felder auf dem Monitor von grün über gelb und orange zu rot verfärben, desto kritischer war die Lärmbelastung. Überwacht wird die Einhaltung der Vorgaben zunächst durch die Wehrbereichsverwaltung Süd.
Erhitzte Gemüter am kalten Markt
Grenzwertiges wird verhindert
Fakten zum geplanten Sprengplatz (FAQ)
 
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