Damit dies so ist, gibt
es den Arbeitsplatz von Hauptfeldwebel N. mit einer speziellen Lärmschutz-Software.
Bei ihm laufen die Fäden zusammen. Bei der regelmäßigen
Besprechung für die nächsten Schieß- und Ausbildungsvorhaben
werden die Emissionen aus den geplanten Munitions- und Sprengvorhaben
errechnet. Diese Daten ergeben eine voraussichtliche Emissionshöhe.
So bleiben den Verantwortlichen für den Übungsplatz Möglichkeiten,
um die Vorhaben auf weniger belastete Bereiche zu verschieben oder
die Menge der Munition zu beschränken.
Im Computer von Peter N. sind Munition ab 20 Millimeter Kaliber oder Sprengstoffe
mit ihrer Lärmemission gespeichert. Das Programm berücksichtigt aber
auch die landschaftlichen Gegebenheiten oder das Wetter.
In Stetten funktioniert das relativ gut. Die Übungsvorhaben auf der Schwäbischen
Alb werden weniger. Dort wo viele Kettenfahrzeuge eingesetzt werden, wo Artillerie
und Panzertruppe üben, fällt mehr Lärm an und auf einigen Plätzen
kann es durchaus problematisch werden, um die Grenzwerte einzuhalten. Es käme
in Stetten selten vor, dass die „übende Truppe“ ihre Vorhaben
umplanen müsse, berichtet der Hauptfeldwebel.
Mit der Prognose ist seine Arbeit aber längst nicht abgeschlossen. Nach
dem Schießen wird sein „Malen nach Zahlen“ nochmals mit den
realen Daten komplettiert. Wetter- und Winddaten und die tatsächlich verbrauchte
Munition sorgen für einen tatsächlichen Wert der Lärmbelastung.
Je mehr sich die Felder auf dem Monitor von grün über gelb und orange
zu rot verfärben, desto kritischer war die Lärmbelastung. Überwacht
wird die Einhaltung der Vorgaben zunächst durch die Wehrbereichsverwaltung
Süd. |