Schwerin (eb) [23.05.10]. Der Kommandeur des Landeskommandos
Mecklenburg-Vorpommern, Kapitän zur See Dietrich Sauerbrey,
hatte zum Jahresempfang der Bundeswehr
ins Schweriner Innenministerium
eingeladen. Der Empfang war auch
als Dank der Bundeswehr an die Öffentlichkeit für
die gute zivil-militärische
Zusammenarbeit zu verstehen.
Während in anderen Bundesländern die Empfänge
meist von den Landeskommandos in Kooperation mit Divisionen
oder Brigaden organisiert werden, trug das Landeskommando
MV den Empfang auf eigenen Schultern. Kapitän Sauerbrey
stellte dies in seiner Begrüßung deutlich heraus: „Es
gab und gibt einige Jahresempfänge von Dienststellen
und Truppenteilen der Bundeswehr im schönsten Bundesland
der Welt, aber der Jahresempfang der Bundeswehr findet hier
und jetzt und erstmalig statt. Wir werden diesen Anlass
zur Tradition machen; dies ist meine feste Absicht.“
Gut 200 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und
Vereinen sowie Verbänden waren an jenem Abend im Ministerium
anwesend. Darunter der Landes-Innenminister
Lorenz Caffier und die Oberbürgermeisterin von Schwerin
Angelika Gramkow. Unter den Gästen
waren zudem die Landtagspräsidentin
Sylvia Bretschneider, die Honorarkonsuln
für die Tschechische
Republik Helmut Schmitt, für Mexiko Frank Westermann
und für Island
Detlef Thomaneck.
Kapitän Sauerbrey ging in seiner Begrüßung
auch auf die aktuellen Ereignisse in den Einsätzen
ein: „Die schreckliche Erinnerung an sieben gefallene
Soldaten innerhalb von zwei Wochen, vor nicht allzu langer
Zeit, führt uns deutlich vor Augen: Deutschland befindet
sich in Afghanistan im Krieg. Art und Weise deuten auf eine
neue Form grausamer Kriegsführung hin. Dabei haben
sie gezielt auf deutsche Kräfte gewirkt.“
Innenminister Caffier (CDU) betonte
in seiner Rede, dass die Bundeswehr derzeit die Unterstützung
der Politik braucht, denn die Menschen in Deutschland könnten
sich kein Bild von der Belastung in den Einsätzen machen.
Dies müsse den Bürgern durch die Politik vermittelt
werden. Vor allem kritisierte der Innenminister die Verkürzung
des Wehrdienstes von neun auf sechs Monate. Das Besondere
an Caffiers Auftritt: Er trug am Abend eine gelbe Schleife
zum Gedenken an die Soldaten im Einsatz.
Auch Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow
(Die Linke) stellte heraus, dass „die Bundeswehr für
die Stadt Schwerin ein wichtiger
Faktor ist“. Gerade die
vielfältigen Kooperationen, etwa mit der Industrie-
und Handelskammer und verschiedensten
Unternehmen, seien eine Bereicherung
für die Landeshauptstadt.
Ebenso lobte sie die Arbeit des
Familienbetreuungszentrums für die Angehörigen
von Soldaten im Einsatz.
Ein Grußwort sprach auch Kapitän zur See Dariusz
Bednarczjk vom Militärstab der polnischen Wojewodschaft
Szczecin, der auf die gute Zusammenarbeit mit dem Landeskommando
verwies: „Über Jahre hat sich eine sehr gute
Kameradschaft entwickelt.“
Umrahmt durch die musikalischen
Darbietungen des Holzbläserquintetts des Wehrbereichsmusikkorps
I Neubrandenburg wurde der erste Empfang in Schwerin aus
Sicht des Leiters der Informationsabteilung, Oberstleutnant
Uwe Kort, zu „einer äußerst gelungenen
Premieren-Veranstaltung“. Bei vielen Gesprächen
im kleinen Kreis nahm der Abend einen für alle Beteiligten
erfolgreichen Verlauf – und Gespräche über
die Planung des Empfangs 2011 begannen noch am gleichen
Abend.
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