Bad Reichenhall (eb) [22.08.09]. Der Kurpark in Bad
Reichenhall war bis auf den letzten
Platz gefüllt,
stehend applaudierten die 5000
Gäste dem Militärmusikkorps
Niederösterreich unter der Leitung von Oberst Anton
Pistolnig und dem Gebirgsmusikkorps
unter der Leitung von Oberstleutnant
Martin Kötter.
Das Militärmusik
Openair Festkonzert am Freitag
Abend war ein Geschenk der Bundeswehr
an Bad Reichenhall, seine Bürger und Gäste
zum 850-jährigen Stadtjubiläum.
Brigadegeneral Johann Berger,
stellvertretender Befehlshaber im Wehrbereich IV: „Bad
Reichenhall ist seit 50 Jahren Garnisonsstadt der Bundeswehr.
Wir Soldaten bedanken uns mit diesem Festkonzert für
die stets gute Zusammenarbeit.“
Dr. Herbert Lackner, Oberbürgermeister von Bad Reichenhall,
erwiderte den Dank mit einem großem Lob: „Ich
bin stolz auf die Bundeswehr, besonders natürlich auf
unsere Gebirgsjäger von der Gebirgsjägerbrigade
23. Die Soldaten sind in Bad Reichenhall selbstverständlicher
Bestandteil der Bürgerschaft.“
Die Konzert-Gäste ließen diesen Worten Taten
folgen und spendeten fleißig, als Oberstabsfeldwebel
Christoph Langen, Leiter der Sportfördergruppe Bischofswiesen
und mehrfacher Olympia-Sieger, Welt- und Europameister im
Bob, mit den Spitzen-Athleten Oberfeldwebel Tobias Angerer
(Olympia-Bronze, WM-Silber und -Bronze, Gewinner Tour de
Ski, Gesamtweltcupsieger im Skilanglauf), Oberfeldwebel
Alexander Resch (Olympiasieger, mehrfacher Welt- und Europameister
im Zweier-Rodel) und Feldwebel Manuel Machata (Gold bei
Junioren-WM im Viererbob) durch die Reihen ging. 1770,58
Euro für die Bergwacht Bad Reichenhall und 959,29 Euro
für das Bundeswehr Sozialwerk kam so an dem lauen Sommerabend
zusammen.
Das Festkonzert war gleichzeitig
der musikalische Höhepunkt einer zweieinhalbtägigen „Hochwert-Multiplikatoren-Veranstaltung“,
zu der Brigadegeneral Johann Berger Führungspersönlichkeiten
aus Wirtschaft und Politik eingeladen hatte.
Berger: „Ziel ist es, Meinungsbildnern die Bundeswehr
im Allgemeinen und die Streitkräftebasis im Besonderen
vorzustellen. Die Streitkräftebasis ist mit ihren Kompetenzbereichen,
unter anderem Katastrophenhilfe, Logistik, Militärmusik,
Feldjägerdienst und Truppenübungsplätzen,
eine wesentliche Säule der Bundeswehr.“
Den Auftakt bildete am Donnerstag
ein kurzer Gebirgsmarsch zum Listwirt oberhalb von Bad Reichenhall,
wo die Einweisung mit reger Anschlussdiskussion erfolgte.
Am Freitag Vormittag informierte dann Eva-Maria Ganz, die
Direktorin der Wehrtechnischen Dienstelle 52, in der Hütte
Lenzenkaser III auf dem Hochgebirgsübungsplatz Reiter
Alpe über „Entwicklung und Untersuchung von Rüstungsgütern
mit besonderem Blick auf die Auslandseinsätze der Bundeswehr.“ Einer
der Hauptaufgaben der Wehrtechnischen Dienststelle ist es,
den baulichen Schutz der Feldlager weiter zu verbessern
und so die Soldaten während ihrer Auslandseinsätze
vor Anschlägen zu schützen. Auf der Reiter Alpe
und in den Bergwerks-Stollen am Fuße des Bergmassivs
werden dazu umfangreiche Tests durchgeführt.
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