Im Bewusstsein, dass sein
Abschiedswort dadurch richtig verstanden würde, rief der General
den Lehrgangsteilnehmern
ein hanseatisches „Tschüß!“ zu.
Der Kommandeur entließ die Absolventen aber nicht ohne die Lehrgangsteilnehmer
aufzufordern, das entstandene weltweite Netzwerk zu pflegen. Ein Netzwerk, in
dessen Innerem sich ein Bezug zu Deutschland widerspiegeln soll.
Ein Bild von Deutschland zu vermitteln ist auch für Oberst i. G. Bernhard
Vitzthum, den Lehrgangsleiter des Lehrgangs Generalstabs- und Admiralstabsdienst
(LGAI), wie der Lehrgang korrekt heißt, ein wichtiges Ziel im Lehrgang.
Der Oberst leitete den Lehrgang erstmals und lernte, wie er einräumte, bis
zum Verabschiedungstag täglich etwas Neues, zumal er einen vergleichbaren
Lehrgang in seiner bisherigen Laufbahn noch nicht erlebt habe: „Dieser
Lehrgang ist einfach einzigartig!“ Interessant sei dabei auch die unterschiedliche
Mentalität der Lehrgangsteilnehmer, die es ebenso zu vereinbaren gelte,
wie den Altersunterschied von knapp 20 Jahren zwischen dem ältesten und
dem jüngsten Lehrgangsteilnehmer. Dazu gehöre, wie der Lehrgangsleiter
gesteht, durchaus auch darauf zu achten, dass auch kontroverse Diskussionen innerhalb
bestimmter Grenzen geführt werden.
Bei der Verabschiedung wirkten die Offiziere aber eher so locker, als seien sie
eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich seit Jahren kennt. Das dokumentierte
auch Major Marcio de Souza Nunes Ribeiro aus Brasilien, der mit dem „Scharnhorst-Preis“ ausgezeichnet
wurde. Den Preis stiftet der „Freundeskreis ausländischer Offiziere
an der Führungsakademie der Bundeswehr“ für den Teilnehmer, der
in diesem Lehrgang durch eine besondere Leistung auffällt. Der Major habe
sich durch eine besonders ausgewogene Mischung aus persönlichem Ehrgeiz
und kameradschaftlicher Hilfsbereitschaft ausgezeichnet, begründete der
Präsident des Freundeskreises, Honorarkonsul Lothar Golgert die Auszeichnung. |