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„TOP
of the World“ |
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Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt besucht Sportfördergruppe |
München
(eb) [17.11.08]. Passend zu den ersten Schneeankündigungen
hatte sich Christian Schmidt, der Parlamentarische Staatssekretär
beim Bundesminister der Verteidigung, am 29. Oktober 2008 zu einem
Besuch in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Bischofswiesen
angesagt, eine der führenden Wintersport - Erfolgsschmieden der
Bundesrepublik Deutschland.
„Die Saison hat natürlich für die Wintersportler längst
angefangen, unsere Sportler sind überall in der Welt unterwegs.
Beispielsweise laufen schon die ersten
Qualifikationen für die
Bobfahrer und Rennrodler,“ erzählt Stabsfeldwebel Christoph
Langen, der Leiter der Sportfördergruppe in Bischofwiesen, der
wie kaum ein anderer für die Erfolge der Sportförderung
durch die Bundeswehr steht.
Der Sportsoldat Langen verfügt über eine beachtliche Medaillen – Sammlung
in seinem Dienstzimmer. 2004 hat der Olympia – Sieger und „Abonnementsieger“ im
Zweier- und Viererbob bei Deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften
seine aktive Laufbahn beendet. „Wir machen hier alles, was die
militärische Organisation betrifft, im Vordergrund steht natürlich
die Abstimmung mit den sportlichen Erfordernissen.“ - Keine
leichte Aufgabe, denn im Gegensatz zu anderen Bereichen in der Truppe,
fällt auf, dass man in Bischofswiesen beispielsweise nicht von
Funktions- sondern Regiepersonal spricht. Heute trägt der Soldat,
Tüftler und Sportler Langen mit seinen Erfahrungen als Leiter
der Sportfördergruppe zum Erfolg der großen „Wintersportfamilie
der Sportsoldaten“ bei.
„Durch die Hartnäckigkeit von zwei Herren“, gemeint
waren damit Sportgruppenleiter Oberstabsfeldwebel Christoph Langen
und MdB
Dr. Peter Ramsauer, stellvertretender Vorsitzender
der CSU und Vorsitzender der CSU- Landesgruppe im Deutschen Bundestag, „kam
es zu diesem heutigen Besuch hier in Bischofswiesen,“ führte
Staatssekretär
Schmidt zu Beginn eines Pressegesprächs aus.
„Wie kaum ein anderer, hat Oberstabsfeldwebel
Langen einen öffentlichen Dienstauftrag, der zum Erfolg verpflichtet. – Das
widerspiegelt die hier gezeigte Arbeit
ganz deutlich. Dafür möchte
ich heute Dank sagen. Aber wir haben heute
hier auch mit den Vertretern von Bundeswehr, Sportverbänden,
Innen- und Sportausschuss darüber
diskutiert, wie wir das bewährte System Sportförderung weiter
verbessern können, um weiterhin so erfolgreich die Weltspitze
mit bestimmen zu können. Die Problematik „Sportler in Uniform – Soldaten
als Sportler“ muss den gewachsenen Erfordernissen, auch im Interesse
des Sportlers, qualitativ mit neuen Anreizen
und Perspektiven gestaltet werden.
Wir wollen auch ein Signal geben, dass
die Bundeswehr für die Sportförderung sehr viel tun will:
Quantitativ durch die Sicherung der 15
Sportfördergruppen mit
744 Plätzen, einem finanziellen Akt, für den wir dem Deutschen
Bundestag danken. Aber auch der qualitative
Rahmen, beispielsweise die beruflichen und frühzeitigen Perspektiven
für Sportler,
die zumeist nur als Zeitsoldaten bei der
Bundeswehr sind, müssen überdacht
werden, beispielsweise mit den Möglichkeiten über den Berufsförderungsdienst,
Zentralen Aus – und Weiterbildungsmaßnahmen (ZAW) und
Studienmöglichkeiten. – Ähnliche Modelle existieren
bereits in der Sportförderung bei der Bundespolizei.“ |
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| Bild mit Symbolkraft: Gemeinsam am Erfolgsbob. Foto: Mörk |
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Dr. Ramsauer, „der Hiesigste unter den Hiesigen“, begrüßte
diesen Besuchstermin in Bischofswiesen ausdrücklich. „Natürlich
interessiert mich in meinem Wahlkreis alles, was mit Bundeswehr und
Sport zu tun hat, immer ganz besonders. Heute treffen diese wichtigen
Punkte meiner Arbeit eng verzahnt aufeinander“. Er verwies in
diesem Zusammenhang auch auf die Multiplikatorenfunktion von Spitzensport,
beispielsweise für den Fremdenverkehr. Aber auch wirtschaftlich
und sportpolitisch, beim Um- und Ausbau bedeutender Sportstätten
in der Region, auch vor dem Hintergrund zahlreicher bevorstehender
Austragungen und Bewerbungen für internationale Wettkämpfe
und Meisterschaften in den nächsten Jahren.
MdB Stephan Mayer, als Sportpolitiker der einzige Vertreter Bayerns im Sportausschuss
des Deutschen Bundestages, verwies auf den großen Erfolg von Sportförderung
durch die Bundeswehr, insgesamt gingen 40 Prozent der Medaillen – Ausbeute
an Sportler mit dem Bundeswehr – Logo, das heute auch durchaus in den Worten
und Bildern der Sportberichterstattung präsent sein darf:
„Wie sich gezeigt hat, die Spitze wird dichter, andere Länder holen
auf und jeder weiß, gerade im Sport bedeutet Stillstand Rückschritt.
Wir wollen Sportförderung künftig noch besser machen, dauerhafte Perspektiven
bieten und gemeinsam mit dem Bundesministerium der Verteidigung Sportförderung
auf noch nachhaltigere, stabile Beine stellen.“
An einigen Beispielen machte Langen, der Leiter der Spotfördergruppe deutlich,
was Spitzensport heute beinhaltet und dass es ohne die Unterstützung von
Sportförderung nicht geht: „ Ein Bobsportler bewegt in einer normalen
Kraftsporteinheit 57 Tonnen Gewicht, ein Biathlet ist an 220 Tagen im Jahr unterwegs,
auf dem Gletscher oder bei Wettkämpfen. Um weiterhin „Top of the World“ zu
sein, bedarf es großer Anstrengungen. Es ist an sich kein Problem, die
Leute in die Sportförderung zu bekommen, auch wenn wir hier, so wie heute
diskutiert, uns qualitativ besser aufstellen müssen. „Aber,“ und
hier sprach der engagierte Sportler und Sportleiter, im Nachwuchsbereich sehe
ich bereits in einigen Bereichen die gelbe Laterne blinken, auch hier müssen
wir unser vorhandenes Potential, beispielsweise im Trainerbereich, besser und
gemeinsam nutzen.“
Das gemeinsame Anschieben klappte dann auch recht spontan und symbolisch bei
der Besichtigung der Bobwerkstatt, als Politiker und Soldaten gemeinsam am Erfolgsbob
von Christoph Langen für ein gelungenes Pressefoto Hand anlegten.
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Text: Gudrun Baltzer, Wehrbereichskommando
IV
Fotos: Kai Mörk, Wehrbereichskommando IV |
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