Dornstadt
(eb) [23.10.08]. Sie unterstützen die Botschafter ihrer
Länder in Sicherheits- und Verteidigungsfragen, sorgen für
sicherheitspolitische Information und Kommunikation über Ländergrenzen
hinweg und sind Experten im Formulieren geschliffener Worte: Die Militär-
und Verteidigungsattachès. Einmal im Jahr lädt die Bundeswehr
diese, in Deutschland notifizierten ausländischen Stabsoffiziere
und Generäle zu einer Informationsreise ein.
Ziel der Reise: Die Demonstration des Leistungsstandes
der deutschen Streitkräfte. In diesem Jahr standen Truppenteile,
Verbände und Stäbe der Streit-kräftebasis im Wehrbereich
IV sowie ein Besuch der Carl Zeiss Optronics in Oberkochen im Mittelpunkt
der Attaché-Reise. Das übergreifende Thema der Vorträge
und Demonstrationen waren die Führung von Soldaten im Auslandseinsatz
und deren Versorgung.
Erste Station der 33 Attachés und ihrer
Begleiter war das Kommando Operative Führung Eingreifkräfte
in Ulm. In seinem Vortrag erläuterte der Befehlshaber, Generalleutnant
Jan Oerding, das Konzept des national geführten Kommandos. Dieses
Konzept besteht aus dem grundsätzlichen Anspruch, bei der Führung
großer Verbände immer einen effizienten Mittelweg zu finden
zwischen militärisch Wünschenswertem und militärisch
Machbarem.
Service und Logistik, die Unterstützung von Auslandseinsätzen
und die Wahrnehmung territorialer Aufgaben
standen anschließend
im Mittelpunkt eines Briefings von Oberst
i.G. Bernhard Frank anlässlich
des Besuches im Logistikregiment 47, Dornstadt.
Der Chef des Stabes des Wehrbereichkommandos IV – Süddeutschland
- nannte vor allem die Logistik ein wesentliches Merkmal des breiten
Leistungsspektrums
der Streitkräftebasis. Oberst Frank war es in seinem Vortrag
aber auch wichtig, die anderen zentralen
Bereiche, z.B. Feldjägerdienst,
Kampfmittelbeseitigung, oder Unterstützung des Grundbetriebes
anzusprechen und zu erklären. |