Potsdam (eb) [20.12.08]. Die Privatbibliothek des
Arztes und Heereskundlers Hans Bleckwenn (1912 bis 1990)
gehört zu den besonderen Schätzen der Bibliothek
des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes (MGFA) in
Potsdam. Die wertvolle Kollektion, die nach dem Tod Bleckwenns
durch eine Schenkung in den Besitz des MGFA gelangte, ist
nun vollständig im Bibliothekssystem erfasst und somit über
den Onlinekatalog im Internet recherchierbar.
Die Sammlung umfasst über 10.000 Katalogeinträge.
Sie gilt in Fachkreisen als der geschlossenste privat zusammengetragene
Bestand zur Geschichte der preußischen Armee des 18.
Jahrhunderts. Der Sammelschwerpunkt liegt bei der Heeresorganisation,
der Uniformentwicklung und der Waffenkunde der friderizianischen
Zeit. Zur Sammlung gehören ferner Manuskripte teilweise
sehr seltenen Uniformhandschriften.
Die Bibliothek Bleckwenn wurde
dem MGFA Anfang der 1990er Jahre übereignet mit der
Auflage, sie als geschlossene Sammlung gesondert aufzustellen.
Da sich darunter wertvolle Literatur aus dem 17. bis Jahrhundert
befindet, entschloss man sich, den gesamten Nachlass im
klimatisierten Sondermagazin
der Archivbibliothek der Bundeswehr Strausberg aufzustellen.
Durch die bibliothekarische Erschließung stehen die
Bücher nun der Wissenschaft und interessierten Laien
Forschungszwecken zur Verfügung.
Bleckwenn und seine prachtvolle
Sammlung behandelt übrigens auch eine Publikation des
MGFA: Hans Bleckwenn, Altpreußische Offizierporträts.
Studien aus dem Nachlass. Mit
Miniaturen von Bodo Koch. |