truppen.info: Truppe: Brandschutz in der Bundeswehr
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 „Feuertaufe“ für das neue Landeskommando Bayern
 Bundeswehr unterstützte Löscharbeiten mit drei Hubschraubern
Bad Reichenhall/München (eb) [15.04.07]. Der Bergwaldbrand am Thumsee im Berchtesgadener Land ist unter Kontrolle. Hubschrauber der Bundeswehr unterstützten die zivilen Löschhubschrauber bei der Bekämpfung des Großfeuers. Die örtliche Einsatzleitung zollte allen Helfern „gigantisches Lob“.
Der Waldbrand war am Freitagnachmittag ausgebrochen und breitete sich auf Grund der äußerst trockenen Witterung der vergangenen Wochen rasch aus. Rund 600.000 Quadratmeter steiles, schwieriges Gelände waren betroffen. Wegen der eskalierenden Situation hatte Landrat Georg Grabner in der Nacht zum Samstag den Katastrophenfall festgestellt. Die Bundeswehr wurde um Unterstützung ersucht.
Ein Transporthubschrauber Bell UH1D des Lufttransportgeschwaders 61 aus Landsberg am Lech und zwei Transporthubschrauber CH-53 des Mittleren Heeresfliegerregiments 25 aus Laupheim und flogen pro Stunde insgesamt ca. 30 Löschwassereinsätze über dem Waldbrandgebiet. Sie transportierten dabei pro Einsatz 5.000 (CH-53) bzw. 900 (UH1 D) Liter Wasser. Glück im Unglück: Das Wasser konnte aus dem unmittelbar am Brandherd gelegenen Thumsee entnommen werden. Allein am Samstag flogen die beiden „Schwergewichte“ aus Laupheim in 19 Flugstunden 155 Einsätze, eine Leistung, die in dem schwierigen Gelände zusätzlich an Bedeutung gewinnt.
Viel Wasser in kurzer Zeit: Transporthubschrauber vom Typ CH 53 G.
Fotos: Sebastian Zwez
Insgesamt setzte die Bundeswehr 20 Soldaten ein. Der Bundeswehreinsatz wird koordiniert vom neu aufgestellten Landeskommando (LKdo) Bayern. Das Kommando wird offiziell erst am kommenden Mittwoch in Dienst gestellt. Der Waldbrandeinsatz war im besten Sinne des Wortes noch vor diesem Termin eine regelrechte „Feuertaufe“.
Vor Ort hielten Reservisten des Kreisverbindungskommandos Berchtesgadener Land enge Verbindung zur zivilen Einsatzleitung, die die Gesamtkoordination des Einsatzes innehatte. Bis Ende 2006 wäre diese Aufgabe von aktiven Bundeswehrdienststellen geleistet worden. Oberstleutnant Erk Wechselberg, Chef des Stabes des LKdo Bayern, war - wie sein Kommandeur - selbst vor Ort: „Die Zusammenarbeit mit den zivilen Hilfskräften klappt hervorragend.“ Mit Blick auf die Neuordnung der territorialen Führungsorganisation ergänzt er: „Die Verfahren der zivil-militärischen Zusammenarbeit funktionieren auch in der neuen Struktur, wie das aktuelle Beispiel zeigt.“ Oberst Stadler, Kommandeur des Landeskommandos Bayern bestätigt dies und unterstreicht am Ende des Einsatzes: „Auf die Unterstützung durch die Bundeswehr im Katastrophenfall wird auch in der neuen Struktur der territorialen Führungsorganisation Verlass sein.“
Arbeitstiere im Einsatz: CH 53 beim Löscheinsatz.
Text: Oberstleutnant Klaus Dieter Treude, WBK IV PIZ
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