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 Universität auf neuen Wegen
 Bachelor und Master statt Diplom und Magister

Das Studium beginnt mit einem Höhepunkt: Die Immatrikulationsfeier an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.
Hamburg (eb/uz) [09.10.07]. Für 1.000 junge Offiziere und Offizieranwärter begann das Studium an der Helmut-Schmidt-Universität (HSU), der Universität der Bundeswehr in Hamburg, mit einer feierlichen Immatrikulation.
 Auszeichnungen
Preisträger des
Böttcher-Preises
Oberleutnant
Dipl.-Pol. Karsten Bromm
Studienfach Politikwissenschaft
Gesamtnote: 1,2

Leutnant Dipl.-Ing. Frank Dirksen Studienfach Rechnergestützte Ingenieurwissenschaften Gesamtnote: 1,3

Leutnant
Dipl.-Ing. Julian Greßkowski
Studienfach Maschinenbau
Gesamtnote: 1,1

Leutnant zur See
Dipl.-Ing. Johannes Hallier
Studienfach Elektrotechnik
Gesamtnote: 1,4

Oberleutnant Marcus Köhler, M.A.
Studienfach Geschichtswissenschaft
Gesamtnote: 1,1

Oberleutnant
Dipl.-Wi.-Ing. Andre Kretschmer
Studienfach Wirtschaftsingenieurwesen Gesamtnote: 1,3

Oberleutnant
Dipl.-Kfm. Giso Langer
Studienfach Betriebswirtschaftslehre Gesamtnote: 1,2

Leutnant zur See
Dipl.-Volksw. Caroline von Maltzan
Studienfach Volkswirtschaftslehre
Gesamtnote: 1,2

Leutnant zur See
Dipl.-Päd. Jan Pahl
Studienfach Pädagogik
Gesamtnote: 1,4
Preisträger des Studienpreises der DWT
Oberleutnant Dipl.-Ing. Marcel Pfützner
Preisträger des Bestpreises Mars & Merkur
Katrin Bradler
Studienfach: Pädagogik
Vordiplom: 1,1
Daniel Granich (Foto)
Studienfach Pädagogik
Vordiplom: 1,2
Preisträgerin des Preises für soziales Engagement
Leutnant Laura Hortig
Studentenjahrgang
Pädagogik 2006
Neben Offizieren und Offizieranwärtern der Bundeswehr sind auch Studierende aus Albanien, Äthiopien, Frankreich, Guinea, Jemen, Jordanien, Kenia, Korea und Thailand eingeschrieben.Die Immatrikulationsfeier ist für die neuen Studentinnen und Studenten vermutlich der einzige Anlass, zu dem sich der komplette Studentenjahrgang versammelt. Anschließend werden sie sich auf die vier Fakultäten Elektrotechnik, Geistes- und Sozialwissenschaften, Maschinenbau, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften verteilen, um in einer der von ihnen gewählten Fachrichtungen zu studieren.
Die angehenden Betriebswirte stellen die größte Gruppe dar (260 Studierende), gefolgt von den zukünftigen Bildungs- und Erziehungswissenschaftlern (230). An dritter Stelle steht der Maschinenbau mit 180 Studienanfängern. Die Studienfächer Elektrotechnik, Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftsingenieurwesen belegen jeweils zwischen 50 und 70 Studierende.
Die rund 1.000 Studienanfänger werden nicht mehr in den herkömmlichen Diplom- oder Magisterstudiengängen mit einer Regelstudienzeit von zehn Trimestern (3 ¼ Jahre) studieren, sondern in den neu eingeführten Bachelor-Studiengängen, an die sich später die dann ebenfalls neuen Master-Studiengänge anschließen werden. Aus den bislang neun Studienfächern mit acht Diplom- und einem Magister- Studiengang werden dann acht Bachelor- und zwölf Master-Studiengänge. Die HSU ist damit auch die bislang einzige Universität in Deutschland, die ausschließlich Intensivstudiengänge anbietet: Die Studierenden können hier pro Jahr bis zu 75 Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) erwerben. Üblich sind ansonsten nur 60 Punkte. Dadurch verkürzt sich die Regelstudienzeit bis zum Masterabschluss, für den 300 Leistungspunkte benötigt werden, auf vier Jahre – und ist damit um ein ganzes Jahr kürzer als an öffentlichen Hochschulen. Die Regelstudienzeit für das Bachelor-Studium beträgt an der Universität der Bundeswehr sieben, für das Master-Studium weitere fünf, zusammen also zwölf Trimester.
Ein neuer Abschnitt in der Dienstzeit beginnt. Offiziere und Offizieranwärter der Bundeswehr beginnen ihr Studium.
Fotos: Reinhard Scheiblich (HSU)
Möglich macht dies ein Beschluss der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2006, mit dem Hochschulen erlaubt wird, unter besonderen Bedingungen ein besonders kurzes Studium anbieten zu können. Diese Intensivstudiengänge werden vor allem durch die Einteilung des Studienjahres in Trimester und das Kleingruppen-Konzept mit dem besonders günstige Betreuungsverhältnis ermöglicht. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Studierenden der Helmut-Schmidt-Universität Offizieranwärter der Bundeswehr sind, die auch während ihres Studiums ein Gehalt beziehen und daher nicht wie andere Studenten ihren Lebensunterhalt durch Jobs finanzieren müssen. Auch die als Campus-Universität angelegte Hochschule, bei der sich alle Lehr-und Forschungseinrichtungen sowie ein Großteil der Studentenwohnheime auf einem überschaubaren und räumlich zusammenhängenden Areal konzentrieren, garantiert kurze Wege und spart Zeit.
Höhepunkte der Feier waren aber auch die Würdigungen besonderer Leistungen: Die Verleihung des Böttcher-Preises durch seinen Stifter, den Hamburger Kaufmann und Oberst der Reserve Johann Max Böttcher. Die Auszeichnung der besten Absolventen des Vorjahres während der Immatrikulationsfeier hat Tradition. Sie dient gleichermaßen als Anerkennung der Leistungen der ehemaligen und als Ansporn für die neuen Studenten.
Vergeben wurde auch ein Preis für das beste Vordiplom des vergangenen Studienjahres. Stifter dieses Preises ist der Kreis Mars und Merkur, ein Zusammenschluss aus ehemaligen Offizieren, die in leitenden Positionen in der Wirtschaft tätig sind.
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