truppen.info: Truppe: Brandschutz in der Bundeswehr
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 Feuer auf dem Campus
 Freiwillige Feuerwehren üben bei der Bundeswehr
Hamburg (eb) [01.07.07]. Dichter Rauch quoll aus dem ersten Stock eines Studentenwohnheims an der Rodigallee, als die Freiwilligen Feuerwehren Tonndorf und Wandsbek-Marienthal an diesem Abend mit drei Löschfahrzeugen, einem Gerätewagen und 35 Mann Besatzung auf dem Campus der Helmut-Schmidt-Universität eintrafen. Eine Küche brannte, die gesamte Etage war verqualmt. Glücklicherweise nur zur Übung, denn der Rauch stammte aus einer Nebelmaschine.
Unter Atemschutz begannen die Männer der Tonndorfer Wehr mit der Rettung der Bewohner über das Treppenhaus, während ein Angriffstrupp aus Marienthal über eine Steckleiter von der Rückseite in das Gebäude eindrang. In kürzester Zeit musste das Gebäude evakuiert und der Brand bekämpft werden. Dabei mussten mehr als 20 teilweise verletzte oder bewusstlose Personen ­ Angehörige der Jugendfeuerwehr und Studenten der Universität ­ gerettet und versorgt werden. Die hochsommerlichen Temperaturen stellten an diesem Abend hohe Anforderungen an die Kondition der freiwilligen Retter.
Ziel der Übung war nicht allein die Darstellung eines möglichst realistischen Szenarios für die beiden übenden Wehren, die bei einem realen Brand auf dem Campus tatsächlich auch zum Einsatz kommen könnten: Die freiwillige Feuerwehr Tonndorf ist "Erstanrückende Wehr", die aus Wandsbek-Marienthal ist anrückende Wehr "in 2. Alarmfolge" für die Universität der Bundeswehr.Überprüft werden sollte auch das zweckmäßige Verhalten der Beteiligten an der Universität, von der Alarmierung über die Einleitung der Evakuierung durch die Bewohner bis hin zur Einweisung der Rettungskräfte in die Brandstelle durch den Offizier vom Dienst.
Ein Angriffstrupp der Feuerwehr Wandsbek-Marienthal rückt über Leitern zur Rettung und Brandbekämpfung in das 1. Obergeschoss des Wohngebäudes vor.
Fotos: Dietmar Strey, HSU
"Wir haben durch diese Übung einige wertvolle Hinweise für die Verbesserung des Brandschutzes bekommen", resümierte Horst Richter anschließend. Der Diplomingenieur ist Fachkraft für Arbeitssicherheit an der Universität. "Gleichzeitig konnten die beiden Feuerwehren sich auf einen hoffentlich nie eintretenden Ernstfall vorbereiten, so dass alle Beteiligten einen größtmöglichen Nutzen aus der Übung gezogen haben."
Auch die Feuerwehr-Übungsleitung zog anschließend eine vorwiegend positive Bilanz: "Wir sind sehr zufrieden mit der erbrachten Leistung beider Wehren", fasste Christian Hardt, Pressereferent der Freiwilligen Feuerwehr Tonndorf, den Einsatz zusammen. Zusammenarbeit und Kommunikation der übenden Einheiten unter Berücksichtigung der nicht alltäglichen Begebenheiten wie Objektgröße, Gefahrenpotential, Verletzten- und Evakuierungsanzahl und nicht zuletzt der hohen physischen Belastung unter schwerem Atemschutz bei 28 Grad Celsius Außentemperatur haben sehr gut funktioniert. Sicherlich gab es hier und dort auch ein paar kleine Verbesserungsanmerkungen, die in der Einsatzabschlussbesprechung der Teilnehmer rege ausgetauscht und angenommen wurden.
Torsten Hansche, Bereichsführer der Freiwilligen Feuerwehren des Bereiches Wandsbek, war während der laufenden Übung ebenfalls zugegen und konnte sich von der Leistungsfähigkeit der übenden Kameraden überzeugen.
Unter schwerem Atemschutz haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Tonndorf einen Übungs-Verletzten aus dem Gebäude gerettet und an einen Sanitäter übergeben.
Text/Fotos: Dietmar Strey, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg
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