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Jahre nach Ende des Kalten Krieges fiel der Startschuss für eine komplette
Neuorganisation der „zivil-militärische Zusammenarbeit“ (ZMZ),
sprich dem Einsatz der Bundeswehr im Innern während einer Katastrophe. Das
Ziel: bis 30. Juni 2007 sollen bundesweit 470 „Verbindungskommandos“ aufgebaut
werden sowie 16 ZMZ-Stützpunkte und Spezialstützpunkte.
Beispiel Elbeflut. Die Katastrophenschutzbehörde des betroffenen Landkreises
hat eine „Notrufliste“ auf der neben den Ansprechpartnern von Technischem
Hilfswerk, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auch die Bundeswehr verzeichnet
ist, in diesem Fall das örtliche Verbindungskommando. Geführt wird
diese militärische Anlaufstelle vom sogenannten BeaBwZMZ, dem „Beauftragten
der Bundeswehr für zivil-militärische Zusammenarbeit“ – einem „ortskundigen,
erfahrenen Reservisten“, wie es im Anforderungsprofil der Bundeswehr heißt.
Zusammen mit zehn weiteren Reserveoffizieren und -unteroffizieren berät
dieser „BeaBwZMZ“ den zivilen Krisenstab und koordiniert die mögliche
Unterstützung der Bundeswehr, beispielsweise die Gestellung von mehreren
hundert Soldaten zum Sichern der Deiche. Das konkrete Sandsackschaufeln überlassen
die Reservisten dann aber wieder den „aktiven“ Soldaten, die notfalls
auch über entsprechend „schweres Gerät“ verfügen.
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