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 „Wir werden euch vermissen!“
 Force Protection beendet

„Have a nice day. Good bye!” Deutsche Soldaten bei der Bewachung der US-Liegenschaft im rheinland-pfälzischen Ramstein. Foto: Dieter Stoltenberg
Ramstein (rum) [02.10.06]. „We gonna miss them, they did a great job!” Staff Sergeant Brent Helman sprach aus, was die Angehörigen der US-Streitkräfte angesichts des Abzugs der Bundeswehr-Wachsoldaten von der Air Base im pfälzischen Ramstein fühlen. Gut dreieinhalb Jahre lang unterstützten 14.500 deutsche Soldaten, verteilt auf 94 Kontingente, die Security Police bei der Personen- und Fahrzeugkontrolle.
Am vergangenen Mittwoch endete ihr Wachauftrag, sodass Oberst Claus Rosenbauer, Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, die Verantwortung wieder an den Air-Base-Commander Colonel Kurtis D. Lohide zurückgeben konnte. Die Bundeswehr hatte auf Antrag der US-Streitkräfte im Jahr 2003 mit der Bewachung von diversen US-Liegenschaften begonnen. Vereinbart war zunächst ein Personalumfang von insgesamt 3.100 Soldaten bis Ende 2004. Dieser Zeitraum wurde unter Reduzierung des Personals und der zu bewachenden Objekte auf Antrag der US-Streitkräfte mehrfach verlängert. Eine weitere Verlängerung der Force Protection war angesichts der derzeitigen Sicherheitslage in Deutschland nicht mehr erforderlich, sodass auch die 155 Soldaten aus Ramstein abgezogen werden konnten.
„Es ist uns gelungen, unsere amerikanischen Freunde zu überzeugen, dass man auch mit Grundwehrdienstleistenden die Bewachung der Air Base sicherstellen kann“, sagte Oberst Rosenbauer anlässlich einer kleinen militärischen Zeremonie am West Gate des Flugplatzes. Für die sehr gute und reibungslose Erfüllung des Auftrags sprach er den angetretenen deutschen Soldaten stellvertretend für alle Kontingente seinen Dank aus.
Dass diese Soldaten ihren Dienst nicht nur einfach abspulten, war aus aller amerikanischen Munde zu hören. Egal ob bei der Personen- oder der Fahrzeugkontrollen, immer hätten die deutschen Soldaten ein freundliches Wort gehabt und die Passierenden mit einem „Have a nice day. Good bye!“ verabschiedet. „Es waren großartige Kameraden und ich bin stolz, sie kennengelernt zu haben“, versicherte der eingangs zitierte Staff Sergeant Helman von der Security Police. Er stammt aus Buffalo im US-Bundesstaat New York und arbeitete erstmals mit deutschen Soldaten zusammen. „Sie waren uns eine große Hilfe und es gab nie Probleme“, berichtete er. Dies konnte Captain Jason Livingston nur bestätigen. Die Bundeswehr habe hervorragende Arbeit geleistet, was man zu schätzen wisse und worüber man froh und dankbar sei, sagte der Offizier der Security Forces der Air Base.
Auch Feldwebel Oliver Waldmann, stellvertretender Wachhabender am West Gate, lobte die gute Zusammenarbeit mit den US-Sicherheitskräften. Seit zehn Tagen schiebt er gemeinsam mit seinen Kameraden vom Logistikbataillon 51 in Neustadt/Hessen Wache an der Air Base, was er als besonderen Auftrag und schöne Abwechslung ansieht. „Insgesamt 30.000 Fahrzeuge passieren pro Tag das West und das Osttor und in der Rushhour kontrollieren wir auf vier Fahrspuren“, erklärte der Feldwebel. Darüber hinaus gebe es zahlreiche verschiedenen Ausweise mit Zugangsberechtigung. „Um das alles bewerkstelligen zu können, musste jeder erst einmal zur gründlichen Ausbildung bevor er ans Gate kommt“, so Waldmann.
(Rudi Meiszies, Wehrbereichskommando II -PIZ-)
 
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