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Die
Aufgaben der Musikkorps sind vielfältiger, als es auf den
ersten Blick scheint: Neben der musikalischen Gestaltung von militärischen
Zeremoniellen sind die Musikerinnen und Musiker mit Blech- und Holzbläserensembles
oder bei Militärmusikfestivals im In- und Ausland auf der Bühne.
Die Kammermusik gehört dabei durchaus auch zum guten Ton. Mit
unzähligen Wohltätigkeitskonzerten unterstützten die
Musikkorps kleine und große Spendenaktionen. Einer der bekanntesten
Auftritte war über viele Jahre die Musikshow „Parade der
Nationen“ zu Gunsten der AMSEL (Aktion Multiple Sklerose Erkrankter)
in der Stuttgarter Hans-Martin-Schleyer-Halle. Die Organisation der
internationalen Show lag zuletzt in den Händen des Heeresmusikkorps
10 aus Ulm. Kenner halten das Musikkorps im Südwesten der Republik
für eines Besten. Allein dieses Orchester hat für wohltätige
Zwecke mehr als 1 Million Euro eingespielt.
Obwohl es „erst“ am 1. Juli 1956 aufgestellt wurde, gab
es in Ulm bereits eine „Geburtstagsparty“ für das
Musikkorps. Unter der Leitung von Oberstleutnant Wilhelm Bruckhaus
lud das Musikkorps unter anderem zu einem Streifzug durch die Geschichte,
die sich sehen lassen kann: Die musikalische Mitgestaltung der Olympischen
Spiele 1972 in München, der Fernsehauftritt bei der ZDF Gala „Melodien
für Millionen“ im Jahre 1993 oder auch die Auftritte beim
NATO-Musikfest in Kaiserslautern 2003 waren nur einige der Höhepunkte.
Als Gratulanten waren die Vorgesetzten der Heeresmusikkorps nach
Ulm gekommen: Oberst Dr. Michael Schramm, der Leiter des Militärmusikdienstes
und damit fachlicher Vorgesetzter sowie Brigadegeneral Wolfgang
Kopp. stellvertretender Kommandeur der 10. Panzerdivision, zu der
das Musikkorps
gehört. Kopp insbesondere auch die statistische Leistung der
Musiker, die 2005 mit 25000 Kilometern insgesamt 147 Einsätze
absolviert haben. Kopp bezeichnete das Orchester als „scharfe
Waffe im Arsenal der Öffentlichkeitsarbeit“. Zu den
Gratulanten des Heeresmusikkorps 10 gehörten aber auch die
Oberbürgermeister
von Ulm und des benachbarten Neu-Ulm Ivo Gönner und Gerold
Noerenberg. Denn die Musiker tragen neben dem Namen der Bundeswehr
auch den ihrer Städte in die Öffentlichkeit. |