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 50 Jahre Dienstplan nach Noten
 Mulitärmusikdienst feiert Jubiläum
Itzehoe/Ulm (uz/ct) [31.03.06]. Die Bundeswehr ist 50 geworden. Die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine feiern in diesem Jahr mit zahlreichen zentralen Veranstaltungen ebenfalls ihr 50jähriges Bestehen. Wesentlich unauffälliger und trotzdem bemerkenswert gibt es 2006 ein weiteres, kleineres Jubiläum zu begehen: das des Militärmusikdienstes. In den vergangenen 50 Jahren haben uniformierte Musikerinnen und Musiker mit einer Vielzahl an vielseitigen Auftritten die Bundeswehr in der Öffentlichkeit repräsentiert. Bereits am 2. Januar 1956 begann die musikalische Erfolgsserie mit der Gründung des Musikkorps IIIA in Andernach. Aus diesem Musikkorps ist das heutige Heeresmusikkorps 7 in Düsseldorf geworden, das somit als das Älteste gilt.
So kennt man die Musikkorps der Bundeswehr: Umrahmung militärischer Zeremonielle. Doch es gibt viele weitere, vielseitige Facetten des Militärmusikdienstes:
Die Aufgaben der Musikkorps sind vielfältiger, als es auf den ersten Blick scheint: Neben der musikalischen Gestaltung von militärischen Zeremoniellen sind die Musikerinnen und Musiker mit Blech- und Holzbläserensembles oder bei Militärmusikfestivals im In- und Ausland auf der Bühne. Die Kammermusik gehört dabei durchaus auch zum guten Ton. Mit unzähligen Wohltätigkeitskonzerten unterstützten die Musikkorps kleine und große Spendenaktionen. Einer der bekanntesten Auftritte war über viele Jahre die Musikshow „Parade der Nationen“ zu Gunsten der AMSEL (Aktion Multiple Sklerose Erkrankter) in der Stuttgarter Hans-Martin-Schleyer-Halle. Die Organisation der internationalen Show lag zuletzt in den Händen des Heeresmusikkorps 10 aus Ulm. Kenner halten das Musikkorps im Südwesten der Republik für eines Besten. Allein dieses Orchester hat für wohltätige Zwecke mehr als 1 Million Euro eingespielt.
Obwohl es „erst“ am 1. Juli 1956 aufgestellt wurde, gab es in Ulm bereits eine „Geburtstagsparty“ für das Musikkorps. Unter der Leitung von Oberstleutnant Wilhelm Bruckhaus lud das Musikkorps unter anderem zu einem Streifzug durch die Geschichte, die sich sehen lassen kann: Die musikalische Mitgestaltung der Olympischen Spiele 1972 in München, der Fernsehauftritt bei der ZDF Gala „Melodien für Millionen“ im Jahre 1993 oder auch die Auftritte beim NATO-Musikfest in Kaiserslautern 2003 waren nur einige der Höhepunkte.
Als Gratulanten waren die Vorgesetzten der Heeresmusikkorps nach Ulm gekommen: Oberst Dr. Michael Schramm, der Leiter des Militärmusikdienstes und damit fachlicher Vorgesetzter sowie Brigadegeneral Wolfgang Kopp. stellvertretender Kommandeur der 10. Panzerdivision, zu der das Musikkorps gehört. Kopp insbesondere auch die statistische Leistung der Musiker, die 2005 mit 25000 Kilometern insgesamt 147 Einsätze absolviert haben. Kopp bezeichnete das Orchester als „scharfe Waffe im Arsenal der Öffentlichkeitsarbeit“. Zu den Gratulanten des Heeresmusikkorps 10 gehörten aber auch die Oberbürgermeister von Ulm und des benachbarten Neu-Ulm Ivo Gönner und Gerold Noerenberg. Denn die Musiker tragen neben dem Namen der Bundeswehr auch den ihrer Städte in die Öffentlichkeit.
(Text/Fotos: Christoph Teichmann (PIZ 10. Panzerdivision), Uwe Zeitter)
 
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