Passau
(lb) [10.02.06]. Schnee-
soweit das Auge reicht nichts als Schnee. In Ostbayern ist aus
der weißen Pracht mittlerweile ein Fluch geworden – meterhoch
drückt die tonnenschwere Last auf die Dächer von Wohnhäusern,
Supermärkten und Sporthallen. Nach dem Unglück von Bad
Reichenhall im Januar haben die Behörden von insgesamt sechs
Landkreisen Katastrophenalarm ausgerufen.
Mittendrin: rund 1.000 Bundeswehrsoldaten, 300 weitere stehen nach
Bundeswehrangaben noch in Bereitschaft. Ihr Auftrag: Schnee schippen.
Und bei den anhaltenden Schneefällen ist ein Ende nicht in Sicht.
Zusätzlich unterstützen Sanitäter bei der medizinischen
Versorgung der Bevölkerung. Koordiniert werden die Hilfsmaßnahmen
von Heer und Sanitätsdienst durch die regionalen Kommandostrukturen
der Streitkräftebasis.
In der Nacht zum Freitag starb nach Polizeiangaben ein 27 Jahre
alter Feuerwehrmann, als er in Traunstein durch ein Dachfenster
fiel. Auch
in den Nachbarländern Österreich und Tschechien gab es
Todesopfer. Lebensgefährlich verletzt wurde in Schönsee
im Landkreis Schwandorf ein 25 Jahre alter Feuerwehrmann bei einem
Sturz vom Dach. Im Landkreis Deggendorf durchbrach eine 19-jährige
Bundeswehrsoldatin ein Fenster und wurde schwer verletzt. In den
vergangenen Tagen waren bereits mehr als zehn Helfer verletzt worden.
(Text: Lars Bessel
Fotos: Kai Mörk, Wehrbereichskommando IV) |