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 Ein Raunen geht durch die Reihen
 Kongresses der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in München
München (eb) [08.09.10]. Hochrangige Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen der Bundeswehr und weitere Spezialisten präsentierten auf dem Wehrmedizinischen Symposium ihre Erfahrungen bei Kiefer- und Gesichtsverletzungen durch Schuss- und Explosionswaffen. Die Veranstalter des 60. Kongresses der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in München versprachen sich durch die in den Auslandseinsätzen gewonnen Erfahrungen der Bundeswehr eine hohe Kompetenz bei dieser speziellen Art von Verletzungen und wurden nicht enttäuscht.
Ein Raunen geht durch die Reihen. Selbst erfahrene Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen (MKG-Chirurgen) sind beeindruckt von den Bildern die Gastredner Micha Peled, ein israelischer Oralchirurg, den Teilnehmern zeigt. Durch den israelisch-palästinensischen Konflikt sind Schuss- und Explosionsverletzungen für Peled kein seltenes Verletzungsmuster.
Durch die höhere Intensität der Auslandseinsätze gewinnt auch die kleine Gruppe von MKG-Chirurgen der Bundeswehr weiter an Bedeutung.

Beeindruckende und zugleich schockierende Bilder wurden für die Fachleute bereit gehalten.
Foto: Florian Westphal
Die Teilnahme von Oberstarzt Prof. Dr. Dr. Richard Werkmeister und Oberfeldarzt Prof. Dr. Dr. Alexander Schramm, beide Abteilungsleiter der MKG-Chirurgie an den Bundeswehrkrankenhäusern Koblenz und Ulm, signalisieren mit ihrer Teilnahme die Verbundenheit mit der zivilen Seite.
Prof. Dr. Dr. Nils Claudius Gellrich ist neben Prof. Dr. Dr. Christopher Mohr einer der beiden Vorsitzenden des Wehrmedizinischen Symposiums. Neben seiner Tätigkeit an der Medizinischen Hochschule Hannover ist Gellrich Oberfeldarzt der Reserve und Mitglied des Wehrmedizinischen Beirates. Sowohl die zivile als auch die militärische Seite der MKG-Chirurgie sind ihm bewusst.
„Durch das Wehrmedizinische Symposium auf dem Hochwert-Kongress kann sich der Sanitätsdienst der Bundeswehr transparent darstellen. Es bekommt sinnbildlich eine Bühne,
um ein positives Bild in die Gesellschaft zu tragen“, erläutert Gellrich sein Anliegen.
Ein weiterer Pluspunkt für Gellrich ist der Wissenstransfer zwischen militärischer und ziviler Seite.
Was leisten denn unsere Fachkollegen bei der Bundeswehr, fragt sich das zahlreich vertretene Fachpublikum. Antworten gab u.a. Oberstabsarzt Dr. Constatin von See bei seinem Vortrag über den Sanitätsdienst der Bundeswehr im Auslandseinsatz.
Gerade die komplexen Verletzungsmuster bei bewaffneten Konflikten verbunden mit den problematischen Verhältnissen vor Ort sind der zivilen MKG-Chirurgie überwiegend fremd.
„Ich habe nur eine wage Ahnung, was mich da erwarten würde“, gibt Prof. Mohr mit Blick auf die Auslandseinsätze zu. „Wo lernen Sie das“, fragt Mohr anerkennend Oberstarzt Professor Werkmeister. Als eine der Erfolgsfaktoren nannte der Oberstarzt die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Unfallchirurgen, das Literaturstudium und natürlich die Praxis.
„Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Bundeswehr wird von den zivilen Kollegen teilweise unterschätzt“, gibt Prof. Gellrich zu. Zu Unrecht, wie sich nach dem Wehrmedizinischen Symposium zeigt. „Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Bundeswehr ist auf Augenhöhe mit der zivilen Seite“, gibt der Reserveoffizier anerkennend zu.
Text: Uwe Henning (PIZ Sanitätsdienst), Foto: Florian Westphal (PIZ Sanitätsdienst)
 
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