München (eb)
[25.03.10]. Ein besonderes Anliegen war es
dem Amtschef des Sanitätsamtes der Bundeswehr,
Generalstabsarzt Dr. Jürgen Dick, den Lehrgang
Generalstabs- und Admiralstabsdienst (LGAN 2009) der
Hamburger Führungsakademie mit dem „System
Sanitätsdienst“ vertraut machen zu können.
Der zweitägige Besuch hatte das Ziel, die wesentlichen
Fähigkeiten und Kernaufgaben des Sanitätsdienstes
einprägsam und einsdrucksvoll darzustellen. „Die
zunehmende Einsatzintensität und Einsatzdauer
ist deutlich stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit,
der Politik und auch der militärischen Führung
gerückt“. Ein funktionsfähiger Sanitätsdienst
mit qualifizierter sanitätsdienstlicher Versorgung
auf dem Gefechtsfeld sowie effektiver vorbeugender
Gesundheitsschutz trage entscheidend zur Moral der
Truppe im Einsatz bei und sei von höchster Priorität,
so der Amtschef bei seiner Begrüßungsansprache.
In seinem Vortrag ging
Generalstabsarzt Dick auf die Maxime des Sanitätsdienstes
ein, wonach die Angehörigen der Streitkräfte
im Falle einer Erkrankung, eines Unfalls oder einer
Verwundung eine medizinische Versorgung erhalten,
die im Ergebnis dem fachlichen Standard in Deutschland
entspricht – wenn sie schon Leib und Leben aufs
spiel setzen. Hierzu verfüge der Sanitätsdienst über
hoch qualifiziertes Personal sowie modernste Ausstattung.
Damit sei der Sanitätsdienst der weltweite Gesundheitsdienstleister
für die Angehörigen der Bundeswehr.. Das
ihm unterstehende Sanitätsamt in München
habe als Fachamt eine wesentliche Rolle bei der Weiterentwicklung
des Sanitätsdienstes und sei gleichzeitig die „Oberste
Gesundheitsbehörde der Bundeswehr“, so
Dick.
Höhepunkt des Besuchs der 99 General- und Admiralstabsoffiziere
war die Informations- und
Lehrübung beim Sanitätslehrregiment „Niederbayern
in Feldkirchen“. Schwerpunkt war die Präsentation
einer präklinischen sanitätsdienstlichen
Versorgung von verwundeten
Soldaten auf dem Gefechtsfeld,
das sofortige Einleiten
lebensrettender Sofortmaßnahmen
sowie die Vorbereitung
und Stabilisierung des
Verwundeten zum Weitertransport.
Dazu wurden eine Luftlande-Rettungsstation
und ein Leichtes Luftlanderettungszentrum
aufgebaut und der Weg eines
verwundeten Fallschirmjägers
eindruckvoll aufgezeigt. |