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 Soldaten ins Schleudern gebracht
 Brems- und Ausweichmanöver in der Graf-Aswin-Kaserne
Bogen (eb) [24.05.10]. Das Sanitätskommando IV hat unter der Leitung von Maria Bach, Trainerin und Ausbilderin beim ADAC, ein Fahrsicherheitstraining für die Angehörigen der Dienststelle durchgeführt. 18 Teilnehmer haben sich mit ihren privaten Autos vor allem praktisch aus- und weiterbilden lassen. Nach einem kurzen theoretischen Teil ging es um richtiges Lenken, Notbremsmanöver auf unterschiedlichen Fahrbahnzuständen bei verschiedenen Geschwindigkeiten, Brems- und Ausweichmanöver, das Kurven fahren sowie das Erlernen und Ausprobieren von Fahrtechniken. Die Kosten für das Training wurden von den Teilnehmern und der Bundeswehr gemeinsam getragen.
Gemäß der aktuellen Verkehrsunfallstatistik ging die Zahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr 2009 in Deutschland um elf Prozent zurück. „Dies hänge auch mit den modernen Fahrzeugen und deren elektronischen Fahrhilfen zusammen“, so Bach. Trotzdem lassen sich die Gesetze der Physik nicht umgehen. Da die meisten Verkehrsunfälle mit Bundeswehrbeteiligung auf dem Weg zur Kaserne, beziehungsweise auf dem Heimweg geschehen, ist dieses Training sicher nicht nur für Militärkraftfahrer, sondern für jeden Fahrer mit gültigem Führerschein interessant.
Slalomfahren, Schleudern und andere „waghalsige“ Fahrmanöver – beim Sicherheitstraining des ADAC konnten die Fahrer unter kontrollierten Bedingungen bis an ihre Grenzen und die ihres Fahrzeuges gehen.
Auf speziell präparierten Gleitflächen wurden dort das Bremsen auf einer einseitig glatten Fahrbahn oder das „Abfangen“ eines ins Schleudern geratenen Fahrzeuges geübt. Hinzu kamen Vollbremsungen sowie der richtige Umgang mit technischen Hilfsmitteln wie ABS und ESP.

Auch das Fahrverhalten auf nassem Untergrund wurde geübt.
Foto: Müller
Das Üben dieser Situationen stellte den Schwerpunkt dieses Trainings dar. So gelang es zum Beispiel einigen Kameraden, den Bremsweg durch schnellere Reaktion und ständige Wiederholungen zu halbieren.
Im Laufe eines solchen Trainingsprogramm lernten die Kraftfahrer durch die verschiedenen praktischen Übungen die Möglichkeiten und Grenzen ihres jeweiligen Fahrzeuges sowie ihre persönlichen Limits kennen.
„Üben, üben, üben!“ findet Bach, nur so könnten die Soldaten die Fahrmanöver verinnerlichen. Theoretisch könne man solche Inhalte nur schwer verdeutlichen. „Die Fahrer müssen das buchstäblich erfahren. Erst langsam, dann sicher, anschließend flüssig und zum Schluss kommt die Schnelligkeit.“
Die Teilnehmer erfuhren, dass die eigene gefahrene Geschwindigkeit Feind aber auch Freund sein kann. Ein Gasstoß zur richtigen Zeit konnte zur Fahrstabilität beitragen. Besonders deutlich wurde dies im Slalomparcours.
Den Kraftfahrern wurde so einiges abverlangt und ihnen das verhalten ihrer Privat-Pkw erlebbar gemacht. Sie haben dadurch ihren eigenen aktiven Beitrag zur Minimierung der Unfälle im Straßenverkehr sowie der Unfallfolgen geleistet.
Im Jahr 2009 verunglückten 47 Angehörige der Bundeswehr mit ihrem Privat-Kfz tödlich. „Das Sanitätskommando IV hat mit dem Fahrsicherheitstraining im Rahmen von Betreuung und Fürsorge einen kleinen Beitrag zur Vermeidung von Kfz-Unfällen sowohl im privaten als auch im dienstlichen Bereich geleistet und so hoffentlich mittelbar zu sinkenden Unfallzahlen beigetragen“, freute sich der Sprecher der Dienststelle, Oberstleutnant Siegfried Jooß.
Text/Foto: Nicole Müller (Sanitätskommando IV)
 
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