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 Mit Mami oder Papi zum Dienst
 Sanitätskommando IV nimmt das Eltern-Kind-Arbeitszimmer in Betrieb
Bogen (eb) [05.05.10]. Wenn Partner, Verwandte oder Bekannte die Betreuung des Nachwuchses im Notfall spontan nicht übernehmen können, blieb für Soldaten mit Kindern nur die Möglichkeit, Urlaub zu beantragen und zu Hause zu bleiben. Diese Situation bedeutete für alle Beteiligten große Mehrbelastungen und Einschränkungen. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt daher die Einrichtung eines Eltern-Kind-Arbeitszimmers im Sanitätskommando IV dar. Der Kommandeur des Kommandos, Generalarzt Dr. Frank Schindelhauer, hat es in der Bogener Graf-Aswin-Kaserne offiziell eröffnet.
„Das ist richtig klasse“, sagte der erste Nutzer Leutnant Andreas Katheder, der Vater von Maximilian (1) und Justin (11). Für ihn und den Einjährigen ist das Eltern-Kind-Arbeitszimmer eine sinnvolle Einrichtung „für Notfälle“. Normalerweise ist Maximilian zu Hause bei Mama, aber wenn die einmal ausfällt, kommt er zukünftig gerne mit dem Papa ins Büro. „Die Idee, dass die Kinder so die Arbeitswelt der Eltern kennenlernen können, ist sicher auch gut“, stimmte seine Kameradin Hauptfeldwebel Carmen Hanekamp zu. Sie war maßgeblich an der Einrichtung des Zimmers beteiligt und hat selbst einen Sohn. Das Eltern-Kind-Zimmer sei auf jeden Fall eine gute und wichtige Option, so die Soldatin weiter.
Das Zimmer hat eine „Auffangfunktion“, erklärte Schindelhauer und fügte hinzu: „Es wäre ja schlimm, wenn dieses Zimmer ständig besetzt wäre. In der Probephase soll der tatsächliche Bedarf ermittelt werden, um dann entsprechend der Kapazitäten, genügend Eltern-Kind-Zimmer bereitzustellen“.
“Es wird immer mehr Flexibilität in allen Lebenslagen erwartet. Somit ist auch ein flexibler Arbeitgeber gefragt. Das Eltern-Kind-Arbeitszimmer ist ein weiteres wichtiges Angebot. In solchen Situationen Mitarbeitern eine schnelle und unkomplizierte Betreuungsmöglichkeit vor Ort anzubieten, ist das Ziel des Eltern-Kind-Arbeitszimmers. Die Erziehungsberechtigten haben damit die Möglichkeit, ihre Kinder mit zum Dienst zu bringen“, ergänzte Schindelhauer.

Premiere für das Eltern-Kind-Arbeitszimmer in Bogen: Leutnant Andreas Katheder, seine Söhne Maximilian (1) und Justin (11) fühlen sich wohl am „Arbeitsplatz“ Bundeswehr.
Foto: Müller
Die Gleichstellungsbeauftragte des Sanitätskommandos IV, Stabsunteroffizier Nicole Müller, unterstrich die Aussagen des Kommandeurs: „Es reduziert Belastungen der Familie wie die Suche nach Notarrangements oder alternativen Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder.“
Das Eltern-Kind-Arbeitszimmer wurde mit einem Computerarbeitsplatz ausgestattet. Die Erziehungsberechtigten können somit ihrer Arbeit nachgehen und die Aufsicht sicherstellen, da sich das Kind ständig in ihrem Umfeld befindet. Auch ein Wickeltisch, mit einem Mobile darüber gehört zur Ausstattung. Die ersten Zeichenversuche können an der Schreib- und Maltafel mit Kreide oder auf dem bunten kindgerechten Tisch gemacht werden. Das Anschauen von Bilderbüchern und das Lesen macht auf dem Teppich Freude. Mit viel Spaß können die Kinder puzzeln, Eisenbahnen zusammensetzen, Becher übereinanderstellen, mit kniffligen Bauteilen üben oder spielerisch mit dem Angeln beginnen. Für die ganz Kleinen gibt es einen schönen Krabbelkäfig, damit sie sich nicht im großen Zimmer verstecken können und der Elternteil nicht auf die Suche gehen muss. Zum Mittagessen geht’s ab in den Hochstuhl oder mit Mama oder Papa in die Truppenküche zu den vielen anderen Soldaten.
Das Eltern-Kind-Arbeitszimmer soll Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Bundeswehrangehörigen des Sanitätskommando IV die Möglichkeit bieten, in besonderen Notsituationen ihre Kinder ab einem Alter von sechs Monaten bis zu achtzehn Jahren mitzubringen und während der Dienstzeit zu betreuen. Für eine Nutzung des Eltern-Kind-Arbeitszimmers können jedem Bediensteten maximal 20 Arbeitstage gewährt werden. Im Einzelfall kann der Chef Ausnahmen zulassen.
Das Angebot lässt sich unkompliziert wahrnehmen. Tritt ein „Notfall“ ein, genügt nach der Genehmigung des Vorgesetzten ein Anruf beim Kompaniefeldwebel des Stabsquartiers Sanitätskommando IV und der Schlüssel kann empfangen werden.
Text/Foto: Nicole Müller (Sanitätskommando IV)
 
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