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 Heiß, trocken und feucht
 Sanitätsdienstliche Versorgung im australischen „Down Under“

„Heiß/Trocken-Erprobung“ des Gepanzerten Transportfahrzeugs (GTK) Boxer im australischen „Outback“.
Fotos: privat
Roth/Woomera/Townsville (Australien) (eb) [08.09.10]. Fünf Soldaten des Sanitätszentrums Roth sind zu Jahresbeginn gemeinsam mit einer wehrübenden Chirurgin und 110 Angehörigen des Heeresamtes, zweier Wehrtechnischer Dienststellen und zivilen Firmen mit Qantas Airways Flug Nummer 006 zu einer bislang einmaligen Erprobungsmaßnahme in Richtung Australien gestartet. Der Auftrag für das Sanitätsteam lautete dabei: Sanitätsdienstliche Realversorgung der an der Erprobung von neuem Gerät beteiligten zivilen und militärischen Mitarbeiter. Erprobt werden sollten das neue GTK Boxer (Gepanzertes Transport-Kraftfahrzeug) und neue FüInfoSys-Komponenten (Führungs- und Informationssystem), die jeweils in zwei Versionen des Waffenträgers Wiesel sowie des Mehrzweckgelände- und Überschneefahrzeugs Hägglund eingebaut waren. Der Auftrag stellte insofern eine besondere Herausforderung dar, als dass die Erprobungsmaßnahmen unter den klimatischen Extrembedingungen „heiß/trocken“ und „heiß/feucht“ durchgeführt werden sollten, wobei vor Ort in nur sehr stark begrenztem Umfang auf eine notfallmedizinische Infrastruktur zurückgegriffen werden konnte.

Das komplette Erprobungsteam.
Nach Zwischenstopps in Sydney und Adelaide erreichte die Erprobungsgruppe am den 300-Seelen Ort Woomera im Outback von „South Australia“. Hier, am Eingang zum größten militärischen Testgelände der Welt, das der Fläche Englands entsprach, wurde das Basislager für die Erprobung „heiß/trocken“ aufgeschlagen. Nach drei Wochen Hitze, Schweiß und Staub im Übermaß ging es in das 3000 Kilometer entfernte Townsville. Auch hier, an der Pazifikküste des Staates Nord-Queensland, wurden nicht nur die Fahrzeuge und Systeme, sondern auch das gesamte Prüfteam einer eingehenden Belastungsprüfung, dieses Mal unter „heiß/feuchten“-Bedingungen, unterzogen.
Trotz der mitunter großen körperlichen Belastungen wurden die Strapazen von allen Teilnehmern sehr gut ertragen. Außer kleineren Bagatelle-Verletzungen blieben die Angehörigen des Sanitätszentrums Roth von größeren Belastungsproben verschont. Es zeigte sich erneut, dass sich auch größere Hitze- und Sonnenscheinbelastungen mit entsprechenden Vorkehrungen, wie erhöhte Trinkmenge und sehr hoher Sonnenschutzfaktor, gut tolerieren lassen.

Die sanitätsdienstliche Unterstützung war auch in Australien immer sichergestellt.
Knapp zwei Monate später beendete auch das letzte Restkontingent des Einsatzprüfungsteams mit dem Rückflug von Townsville nach Frankfurt seinen sechswöchigen Aufenthalt in Australien. Neben dem Erlebnis bislang ungewohnter Eindrücke, zu denen sicherlich die in der freien Wildbahn anzutreffenden Kängurus und Emus zählten, war die mannigfaltig zu erlebende Offenheit und Freundlichkeit aller Australier sowie die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den australischen Kameraden ein äußerst nachhaltiger, prägender Erfahrungsgewinn in „Down Under.“
Text: Thomas Ziegeltrum (Sanitätskommando IV), Foto: privat
 
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