In Bad Neuenahr-Ahrweiler hat das Sanitätskommando II in dieser Form
erstmalig mit den betroffenen Reserveoffizieren ein ZMZ-Forum durchgeführt.
Oberstarzt Professor Dr. Dr. Erhard Grunwald, der stellvertretende Kommandeur
und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten im Sanitätskommando
II, ist sich der Bedeutung einer solchen Veranstaltung bewusst: „Es war
an der Zeit, eine eigene Tagung mit den Beauftragten durchzuführen. Wir
müssen ihnen ja sagen, was wir von ihnen wollen und sie müssen auch
ihre Erwartungen an uns artikulieren. Das ist bisher überwiegend nicht geschehen.
Jetzt sind 40% der Beorderten anwesend. Ich denke, dass die Veranstaltung ein
Erfolg ist, und dass im nächsten Jahr 80% teilnehmen werden.“
„Es geht nicht darum, vor Ort Hilfe zu leisten, sondern Hilfe zu organisieren.“ Mit
diesen Worten bringt es Oberfeldarzt der Reserve Dr. Ulrich Schüler auf
den Punkt. Denn die Aufgabe der Beauftragten ist „Verbindung halten“ -
Verbindung zum zivilen Gesundheitswesen auf der Bezirks- und Kreisebene. Somit
kommen auf die Ärzte wie Dr. Schüler im Katastrophenfall besondere
Aufgaben zu. Er muss die Fähigkeiten des Zentralen Sanitätsdienstes
kennen und sich beratend in die Bewältigung der Katastrophe einbringen.
Organisatorisch und fachlich ist Oberfeldarzt der Reserve Dr. Schüler beim
Sanitätskommando II beordert. Der 55-jährige ist für Zweibrücken
zuständig. Ihm gefällt die Aufgabe, weil sie im Hinblick auf die aktuelle
Sicherheitslage von großer Bedeutung und völlig anders als der beruflicher
Alltag als Zahnarzt ist. Nach der ersten Zusammenziehung aller beim Sanitätskommando
II beorderten BeaSanStOffzZMZGesWes blickt er optimistisch in die Zukunft: „Für
mich war das die wichtigste Veranstaltung von allen. Mit der Tagung hier haben
wir einen gigantischen Fortschritt erreicht. Jetzt läuft das System langsam
rund.“ Oberstarzt Professor Dr. Dr. Grunwald weiß, dass es nun besonders
darauf ankommt, die Erwartungen der Reservisten, die nicht überzogen sind,
zu erfüllen. „Das müssen wir machen.“ Als ersten Schritt
zur Verbesserung sollen die Beauftragten einem regionalen Sanitätszentrum
oder Fachsanitätszentrum zugeordnet werden. Einfache administrative Angelegenheiten
können dann vor Ort erledigt werden. Mit der Regionalisierung sollen auch
persönliche Beziehungen vor Ort gestärkt werden, aber, und das betont
Professor Dr. Dr. Grunwald, „die Steuerung wird immer aus Diez erfolgen.“
Text: / Foto: Sanitätskommando II |