Rennerod (eb) [24.09.08]. Es ist kalt geworden in Deutschland.
Der Herbst, der kalendarisch am Samstag, den 20. September
noch gar nicht begonnen hatte, malt blaue Lippen auf
die Gesichter der angetretenen Truppe. Über den Renneröder
Sportplatz pfeift der Wind, so, wie es sich für den Westerwälder
Standort gehört. Der rheinland-pfälzische Minister für
Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Hendrik
Hering heftet den Namenszug "Lazarettregiment 21 Westerwald"
an die Truppenfahne. In seiner Rede bekennt sich der Staatsminister
zur
Wehrpflicht
und dankt den Soldatinnen und Soldaten aus Rennerod für ihren
Einsatz in der Heimat, aber auch in den Auslandseinsätzen
der Bundeswehr. Sich für Deutschland zu engagieren und sein
Leben einzusetzen verdient besondere Anerkennung, so
Hering.
Der Kommandeur des Sanitätskommandos II, Admiralarzt Dr.
Michael Knabe macht in seiner Ansprache deutlich, dass es die
Soldatinnen und Soldaten sind, die dem Regiment ein Gesicht, oder
besser, viele Gesichter geben. Weder Struktur noch Namen können
einen Verband formen, es sind immer die Menschen, die im Mittelpunkt
stehen. Die Angehörigen des Lazarettregiments 21 haben bewiesen,
dass auf sie Verlass ist. Und zwar auf jeden einzelnen, sagt Admiralarzt
Dr. Knabe.
Unmittelbar nach dem Appell steht ein zufriedener Regimentskommandeur
vor seinem Regiment. Oberfeldarzt Dr. Sven Funke führt seit
Anfang 2006 das Lazarettregiment 21 Westerwald: „Ich hatte
mir gewünscht, dass hier auch der Stolz der Regimentsangehörigen
sichtbar wird und ich glaube, das haben wir ganz gut geschafft.
Sicherlich ist die Verleihung des Beinamens auch ein Zeichen der
Anerkennung dessen, was wir hier leisten und wie wir es leisten.“ |