Diez (eb) [22.11.08]. Die Stadt habe schon etwas gestutzt,
als der Kommandeur des Sanitätskommandos II im Januar die
Patenschaft vorgeschlagen hat, bekennt Bürgermeister Maxeiner.
Die Frage, die sich viele in Diez gestellt haben: „Warum
soll man mit Jemandem, der zur Familie gehört eine Patenschaft
vereinbaren?“ Aber, so fährt der Bürgermeister
fort, in der heutigen Zeit werden auch in einer Partnerschaft Verträge geschlossen,
die dann kürzer sind, als man bei der Unterzeichnung denkt.
In diesem Fall soll das nicht so sein, sagt Bürgermeister
Maxeiner, und betont, dass der Stadtrat dieser Patenschaft
einstimmig zugestimmt habe. Diez hat als Garnisionsstadt eine
lange Tradition.
1618 kamen die ersten Soldaten. Ganz besonders gern
gesehen ist die Bundeswehr, die mit anpackte, als die
Lahn 1984 über die Ufer trat und die Diezer Innenstadt überschwemmte.
In dieser langfristig angelegten Patenschaft mit dem
Sanitätskommando II wolle die Stadt ein moderner Pate sein,
nicht zugeknöpft bürokratisch, sondern fröhlich
und ernst zugleich und immer bereit mitzumachen. Admiralarzt
Dr. Knabe möchte mit der offiziellen Patenschaft ein Zeichen
setzen. In einer Zeit, in der Bindungen, seien es Partei-,
Vereins-, Kirchen-, oder Familienbindungen abnehmen, möchte
der Kommandeur signalisieren, dass Bindungen nach wie vor gewollt
und notwendig
sind. Mit der Stadt Diez ist das Sanitätskommando II seit
je her eng verbunden. Schloss Oranienstein, der Dienstsitz
des Stabes Sanitätskommando II ist ein unverwechselbares
Wahrzeichen der Stadt Diez. |