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 Feierlichkeiten im Dreierpack
 „Anneliese“ kehrt nach Hamburg zurück
Soldaten des SES, des Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst demonstrierten Können und Ausrüstung beim Tag der offenen Tür.
Fotos: Zeitter
Hamburg (uz) [02.09.08]. Einen regelrechten Marathon an Feierlichkeiten absolvierten die Mitarbeiter des Bundeswehrkrankenhauses in Hamburg im Rahmen eines Tages der offenen Tür. Neben dem 50jährigen Bestehen der Klinik kam eine Übergabe der Klinikleitung und die Enthüllung eines Denkmals noch mit in den bunten Strauß der Anlässe.
Als Denkmal und zur Erinnerung kehrte „Anneliese“ zurück zum Klinikum. So wurde der über viele Jahrzehnte dort stationierte Rettungshubschrauber SAR 71 der Bundeswehr, ein Helikopter vom Typ Bell UH 1D, liebevoll den Hamburgern genannt. Erinnert werden soll mit dem Denkmal an viele spektakuläre und gefährliche Einsätze in der Hansestadt aber auch die Opfer, die der Absturz einer Maschine im März 2002 forderte.
Einen letzten Standplatz fand eine Bell UH 1D, stellvertrend alle "Annelieses", als Denkmal in Hamburg.
Vor zwei Jahren wurde der Rettungshubschrauber der Bundeswehr durch „Christoph 29“ der Bundespolizei ersetzt. Dies war notwendig da das künftige Hubschrauber-Modell der Bundeswehr, der NH-90 durch seine Größe für den Einsatz im Stadtgebiet nicht geeignet ist. Die medizinische Besatzung von „Christoph 29“ wird aber weiterhin aus den Reihen der Bundeswehr gestellt. Ein weiteres Denkmal wird „Anneliese“ übrigens auch durch die ZDF-Serie „Die Rettungsflieger“ gesetzt. Mehr als 1500 Einsätze, haben die echten Rettungsflieger beim Bundeswehrkrankenhaus Hamburg mit „Christoph 29“ schon im ersten Halbjahr 2008 absolviert. Mehr als 2300 Einsätze gab es zusätzlich im ersten Halbjahr 2008 bereits durch die fahrenden Notärzte der Bundeswehr-Klinik.
Wenngleich das Hubschrauber-Deck beim Bundeswehr-Krankenhaus mit der größte Publikumsmagnet beim Tag der offenen Tür darstellte, zu sehen gab es noch wesentlich mehr: Viele der Türen, die Besuchern und Patienten sonst verschlossen bleiben, wurden an diesem Tag geöffnet. Von der Arbeit im Labor bis hin zu den Aufgaben der einzelnen Fachabteilungen präsentierte sich das Krankenhaus und stellte kompetente und auskunftsfreundliche Mitarbeiter für alle aufkommenden Fragen zur Verfügung. Die Statistik zeigt, dass das Klinikum zunehmend auch in der zivilen medizinischen Versorgung in Hamburg eine Rolle spielt, von 2005 bis 2007 hat sich die Zahl der zivilen Patienten fast verdoppelt. Rund 880 Mitarbeiten, davon 300 Ärzte kümmern sich um die Genesung der Patienten. Ein intensive Kooperation mit anderen Kliniken in Hamburg hat den Stellenwert des Krankenhauses kontinuierlich erhöht.
Neben dem Personal der Klinik zeigten die Fachleute des Sanitätsdienstes aber auch die militärische Seite ihre Berufes. Regelmäßig sind die Mitarbeiter der Bundeswehrkrankenhäuser mit in den Einsatzregionen der Bundeswehr vor Ort. Welche Möglichkeiten die Retter zur Verfügung haben, präsentierte das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst in Vorführungen.
Zusätzlich zu den Rettern der Bundeswehr stellten sich beim Tag der offenen Tür auch Kräfte von Feuerwehr, Bundespolizei und anderen Organisationen vor.
Zum Abschluss des Tages stand ein militärisches Zeremoniell auf dem Veranstaltungsplan. Zum 1. September übergab der bisherige Kommandeur des Bundeswehr-Krankenhauses, Oberstarzt Dr. Michael Zallet, sein Amt an Oberstarzt Dr. Johannes Nakath, der derzeit noch die Sanitätskräfte der Bundeswehr im Kosovo führt.
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