Hamburg (eb) [16.02.08]. Anlässlich des 50-jährigen
Bestehens des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg hatte die Bürgerschaft
in den Großen Festsaal des Rathauses geladen. Vor über
300 Gästen verlieh der Bürgerschaftspräsident Berndt
Röder das Fahnenband an die sanitätsdienstliche Einrichtung.
Das schmale rot-weiße Band der Freien und Hansestadt Hamburg
gab es als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die
Leistungen der Klinik an der Truppe und der gesamten Bevölkerung.
"Unsere Stadt kann froh sein das Bundeswehrkrankenhaus zu haben", bekannte
sich der Bürgerschaftspräsident beim Festakt. Welch absurde Vorstellung
es gewesen sei, dass noch vor einigen Jahren die Option erwogen wurde das Bundeswehrkrankenhaus
in Hamburg zu schließen, sagte der erste Mann der Hamburger Bürgerschaft
mit Blick auf die Stationierungsentscheidungen der Bundeswehr im Jahre 2004,
als es um die Beibehaltung des Hauses ging. Bereits damals habe er sich bewusst
machen können, welche Bedeutung die Klinik für die Stadt und welche
hervorragende Arbeit dort geleistet würde, verdeutlichte der Hausherr und
Gastgeber des Abends zu Beginn seiner Ansprache.
"
Dank exzellenter Ausstattung, Ausbildung, dem Einsatz und der Leidenschaft für
die medizinische Arbeit leisten die Mitarbeiter des Bundeswehrkrankenhauses großartige
Arbeit", lobte Röder die Verdienste der Sanitäter in Hamburg-Wandsbek. "Sie
geben Kameraden die Gewissheit, sich im Ernstfall in der Heimat hervorragend
versorgt zu wissen", ergänzte er zur Rolle der Klinik für die
Auslandseinsätze der Bundeswehr. Denn wer sich gut versorgt wisse, mache
seine Arbeit besser.
Und eben so deutliche Worte fand der Präsident für die Bedeutung der
sanitätsdienstlichen Einrichtung für die gesamte Bevölkerung. "Die
Stadt kann nicht auf das Haus verzichten, weder auf die zivilen Regel-Kapazitäten,
noch auf die hervorragende Notfallversorgung", betonte Röder. "Aus
dem Ruf, den sich das Bundeswehrkrankenhaus erarbeitet hat, spricht Dankbarkeit
und Anerkennung von Patienten und Kollegen." Dass sich das Bundeswehrkrankenhaus
zudem mit medizinischen Einrichtungen immer intensiver vernetze, erfülle
ihn mit großer Freude. Dabei sprach der Präsident vor allem von der
Zusammenarbeit der Klinik mit dem Universitätsklinikum Eppendorf und dem
Bernhard-Nocht-Institut. "Unsere Stadt und alle Institutionen können
nur profitieren." Sich ergänzen und Stärken bündeln sei der
richtige Weg. Für die Zukunft des Hauses wünschte der Präsident
alles Gute.
Zu den Rednern beim Empfang im Rathaus gehörte auch Generaloberstabsarzt
Dr. Jürgen Blätzinger. Der Befehlshaber Sanitätsführungskommando
sprach an, dass es die Aufgabe des Sanitätsdienstes sei, nicht nur die medizinische
Versorgung der Soldaten in den Einsätzen, sondern auch bereits im alltäglichen
Grundbetrieb sicher zu stellen. Und dabei orientiere sich die Qualität der
Versorgung an den fachlichen Standards und Entwicklungen des zivilen Gesundheitssystems
in Deutschland. Insbesondere deshalb würdigte er die Maßnahmen der
Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements der Hamburger sanitätsdienstlichen
Einrichtung. "Ich freue mich, dass das Krankenhaus im Rahmen einer umfassenden
Zertifizierung den Nachweis ziviler Standards zur Einhaltung der gesetzlichen
Qualitätsvorgaben mit Erfolg erbracht hat", betonte der Generalarzt.
Blätzinger verwies ebenfalls in seiner Rede auf die funktionierende zivil-militärische
Zusammenarbeit der Hamburger Sanitäter mit den verschiedenen Institutionen
der Stadt. Als Beispiele führte er die Kooperationen mit der Hamburger Feuerwehr
in Verbindung mit der Bundespolizei bei der luft- und bodengebundenen Rettungsmedizin
und dem Bernhard-Nocht-Institut sowie dem Universitätsklinikum Eppendorf
an. Er erklärte, dass der Sanitätsdienst sehr gerne die hier in Hamburg
eingeschlagenen Wege der Kooperation – "wo immer sinnvoll und machbar" – weiter
ausbauen würde. Abschließend dankte der Befehlshaber allen Mitarbeitern
des Hauses und wünschte ihnen, dass diese auch im 51. Lebensjahr des Krankenhauses
mit gleicher Dynamik den eingeschlagenen Kurs halten und sich den Herausforderungen
aktiv stellen. |