truppen.info: Truppe : Sanitätsdienst - Hilfe, nicht nur für Soldaten
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 Sanitätsdienst - Hilfe, nicht nur für Soldaten
Bände spricht der Auftrag der Sanitätstruppe, die erst seit wenigen Jahren eine selbstständige "Teilstreitkraft" ist und dafür Soldaten mit allen „Uniformfarben“, also von Heer, Luftwaffe und Marine in Diensten hält: "Auftrag des Sanitätsdienstes ist es, die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen." Welche Vielfalt von Tätigkeiten hinter diesem schlichten Satz steckt, ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Denn der Auftrag bezieht sich natürlich auch ganz besonders auf die Soldaten, die in einem der Einsatzgebiete im Ausland tätig sind.
Es gilt die Maxime, den Soldaten im Falle einer Erkrankung, eines Unfalles oder einer Verwundung im Auslandseinsatz eine medizinische Versorgung zuteil werden zu lassen, die dem fachlichen Standard in Deutschland entspricht. Dieser Anspruch gilt für das gesamte Spektrum medizinischer Versorgungsleistungen. Die zunehmende Zahl von Auslandseinsätzen wirkt sich natürlich vor allem auch in diesem personell relativ kleinen Organisationsbereich der Bundeswehr aus.
Seit vielen Jahren scherzen Soldaten, dass sie sich wohl für eine optimale sanitätsdienstliche Versorgung freiwillig in einen der Auslandseinsätze melden müssten. Die Personalsorgen im Bereich des Sanitätsdienstes sind aber weitaus größer. Auch im Zeitalter von Gesundheitsreform und Ärztestreiks zieht es viele spezialisierte Mediziner der Bundeswehr, also Fachärzte, zu Kliniken in den zivilen Bereich. Schon seit einigen Jahren tauchen regelmäßig Meldungen in der Presse auf, dass beispielsweise Kapazitäten von Operationssälen nicht genutzt werden können, da das notwendige Fachpersonal fehle. In der aktuellen Umstrukturierung werden bis 2010 drei Bundeswehr-Krankenhäuser geschlossen (Hamm, Leipzig und Amberg).
Bundeswehr und zivile Retter kooperieren eng.
Mit dem Neubau eines Krankenhauses in einer Kooperation mit einem zivilen Partner wurden 2008 in Bad Zwischenahn neue Wege beschritten. Kooperationen und technische Möglichkeiten finden im Sanitätsdienst zusätzliche Bedeutung. Im Bereich der Telemedizin übernimmt der Sanitätsdienst der Bundeswehr international eine Vorreiterrolle. Diese Technik ermöglicht beispielsweise, dass ein Facharzt, der in einem Einsatzgebiet stationiert ist, seine Expertise auch für einen Patienten in einem anderen Land zur Verfügung stellen kann.
Der Sanitätsdienst stellt mit seinen Kräften und Mitteln selbstverständlich auch die medizinische Versorgung der Soldaten im Inland, sprich in den Sanitätszentren der Kasernen sicher. Aber auch im Bereich der humanitären Hilfe, oder für Streitkräfte anderer UN- oder NATO-Nationen sind die Mediziner tätig.
Truppenärztliche Versorgung.
Retter der Bundeswehr waren es auch, die bei der Tsunami-Katastrophe an Weihnachten 2004 umgehend aufbrachen, um schwerstverletzte Staatsbürger nach Deutschland auszufliegen. Eine außergewöhnliche Hilfsleistung erbrachten die Männer und Frauen der Bundeswehr-Sanität auch im Jahr 2008, als mit dem Betrieb eines mobilen Operationszentrums (MOPZ) nach einem Brand im OP-Bereich des Klinikums Konstanz über ein halbes Jahr der Betrieb aufrechterhalten werden konnte.
In der Führung unterstehen dem Sanitätsamt in München und dem Sanitätsführungskommando in Koblenz neben Ausbildungseinrichtungen vier Sanitätskomandos in Kiel (Schleswig-Holstein), Dietz (Nordrhein-Westfalen), Weißenfels (Sachsen) und Bogen (Bayern). Hier wiederum werden die einzelnen Standortsanitätszentren mit ihren Außenstellen und die Bundeswehr-Krankenhäuser verwaltet und geführt.
Die ursprüngliche, zusätzliche Führungsebene der Leitsanitätszentren wurde mit der aktuellen Umstrukturierung, im Fachjargon „Transformation“ genannt, aufgegeben.
In Rekordzeit hat der kleinste Organisationsbereich diese „Transformations-Aufgaben“ gemeistert. Die Angehörigen sind längst vom Image der „unbeteiligten Unterstützer“ auf einer Schießbahn losgekommen und werden als Rettungsprofis anerkannt. Eines gilt aber immer noch: Skatrunden, Kaffeetafel, Sonnenbank und Fitnessraum, so sehen die Kommandeure von Verbänden im Auslandseinsatz ihr Sanitätspersonal am liebsten. Denn wenn die Sanitäter nichts zu tun haben, ist der Truppe nichts passiert. Die fehlende Beschäftigung stellt für die Soldaten in der Abwesenheit aber oftmals eine große Bürde dar.
Rettungsszenario unter Einsatzbedingungen, hier ist es nur eine Vorführung.
(uz, Fotos: Zeitter, Stand: 16. April 2009)
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