Wahlstedt (uz) [14.08.08]. Es sind weniger die sportlichen
Belange, die bisher hauptsächlich für Schlagzeilen aus
Peking gesorgt haben, mehr sind es die politischen und die aus
den Doping-Kontrollen. Insgesamt 440 deutsche Sportler haben sich
inzwischen im Reich der Mitte eingefunden. Mehr als 120 von ihnen
gehören in den Dienstgraden Schütze bis Hauptfeldwebel
einer der Sportfördergruppen der Bundeswehr an, fast die
Hälfte davon sind Frauen.
Wenn am Freitag die Olympische Flamme ins Stadion getragen
wird soll es dann, so bleibt den Sportlern zu wünschen, nur
noch um den Olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“.
Dennoch berechtigte Medaillen-Hoffungen haben viele der Sportler,
die nach Peking aufgebrochen sind. (Die Olympia-Teilnehmer finden
Sie in unserer Aufstellung.)
Bei vielen Sportarten mischt die Bundeswehr mit. Oft
geschieht dies, ohne dass in der Öffentlichkeit Notiz davon
genommen wird. Viele Sportler sehen den monatlichen Sold nicht
einmal als wichtig genug für einen Hinweis bei den Sponsoren
auf der eigenen Website an. Der Arbeitgeber Bundeswehr, der vielen
der Teilnehmer optimale Trainingsbedingungen sichert, scheint
bei vielen Sportlern unpopulär zu sein.
Die Sportfördersoldaten treten besonders dort an, wo man
sie nicht vermutet. In vielen Sportarten kommen alle qualifizierten
deutschen Teilnehmer aus den Reihen der Bundeswehr und sogar in
der Erfolgreichen Fußball-Nationalmannschaft der Damen sind
Angehörige der Bundeswehr vertreten.
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