Kiel (eb/uz) [09.01.10]. Durch den Einsatz eines Marinehubschraubers
wurden in der vergangenen Woche innerhalb von 24 Stunden zwei
Säuglinge gerettet:
Zunächst startete ein Marinehubschrauber, um einem drei Wochen
alten Säugling zur Hilfe zu kommen. Das Kind hatte akute
Herzprobleme. Ein Landtransport von Oldenburg (Oldenburg)
nach Kiel schied aus zeitlichen Gründen aus. Wegen des schlechten
Wetters konnte kein ziviler Rettungshubschrauber starten. Deshalb
alarmierte das Krankenhaus den bereitstehenden SAR-Hubschrauber
der Marineflieger in Kiel-Holtenau. An Bord des Hubschraubers
vom Typ "Sea King" konnte der Säugling schließlich
zusammen mit dem
behandelnden Arzt und einer Krankenschwester von Oldenburg
nach Kiel gebracht werden.
Ein drei Wochen alter Junge aus Schwerin litt - wie der
zuvor transportierte Säugling aus Oldenburg - unter Herzproblemen.
Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen konnte kein ziviler
Rettungshubschrauber starten.
Am Vormittag erreichte die Besatzung des SAR-Hubschraubers
die Anfrage, ob es wettertechnisch möglich sei, den Jungen
von Schwerin nach Kiel zu transportieren. Der Pilot,
Kapitänleutnant Jürgen Richter aus Kiel, musste nun
entscheiden, ob ein Flug bei der gegenwärtigen Wetterlage
möglich war. "Das Wetter war für uns fliegbar",
so der Pilot. Die
SAR-Leitstelle beim Flottenkommando in Glücksburg gab daraufhin
den Einsatzbefehl.
In Kiel wurden ein ziviler Arzt und eine Krankenschwester
aufgenommen. Sie stellten die medizinische Versorgung des Säuglings
sicher. In Schwerin wurde der kleine Patient in einer speziellen
Wärmebox übernommen und zurück nach Kiel geflogen.
Die Flugzeit betrug etwas mehr als eine Stunde.
Durch seine leistungsstarke Technik kann der "Sea King" selbst
bei schwierigen Sichtbedingungen noch sicher fliegen. Das Marinefliegergeschwader
5 aus Holtenau hält 24 Stunden am Tag einen SAR-Hubschrauber
in Bereitschaft.
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