Nordholz (eb) [30.01.10]. Mit Kälte und Schnee haben
auch die Soldaten des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin" in
Nordholz haben zu kämpfen. Trotz der winterlichen Idylle
muss der Flugbetrieb Tag und Nacht aufrecht erhalten
werden, um die Flotte mit Hubschraubern und Flugzeugen zu unterstützen.
Dazu wird die Start- und Landebahn genauestens überwacht.
Ein ungewohntes Bild geben die Seefernaufklärer P-3C "Orion" ab:
Während sie zuletzt bei tropischen Temperaturen am Horn von
Afrika patrouillierten, hüllen sie sich nun bei ihren Starts
und Landungen in eine riesige weiße Wolke ein. Zu einer
Vereisung der Tragflächen kann es nicht kommen: Alle für
den Start nötigen Vorbereitungen werden von den Technikern
in den riesigen beheizten Hallen vorgenommen. Dadurch
kann die "Orion" trotz
Temperaturen im Minusbereich zu ihren Patrouillen über der
Nordsee abheben.
Das Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" (MFG3)
in Nordholz an der Nordseeküste ist das größte
fliegende Geschwader der Bundeswehr. Mit 31 Luftfahrzeugen hat
das MFG3 zudem eine große Typenvielfalt: Neben 22 Bordhubschraubern
vom Typ "Sea Lynx" sind die acht Seefernaufklärer
P-3C "Orion" auf dem Marinefliegerhorst in Nordholz
stationiert. Der letzte Seefernaufklärer "Bréguet
Atlantic" wird am 20. Juli seinen letzten Flug über
seinen Heimatstützpunkt absolvieren. Er wird derzeit als
elektronisches Aufklärungsflugzeug eingesetzt. |