Eckernförde (eb) [21.04.10]. Die Minentaucherkompanie
wird von Terroristen überfallen. Sie entwenden Waffen, Munition
und kapern ein Uboot. Zum Glück nur Fiktion. Der vermeintliche
Terrorist ist kein anderer als Hollywood-Schauspieler
Ralf Moeller. Das ZDF ist zu Gast in Eckernförde und
dreht die 200. Folge der Vorabendserie "Küstenwache" mit
dem Titel "U
32 antwortet nicht". Die Marine stellt dazu das nötige
Unterseeboot. Die Minentaucher unterstützen den Dreh: Mit
Booten und Fahrzeugen sowie als Protagonisten.
Der "Gladiator"-Darsteller Moeller nutze eine Drehpause,
um den Minentauchern einen Besuch abzustatten und sich für
deren Engagement zu bedanken. Der ehemalige Bodybuilding-Weltmeister
zeigte sich beeindruckt von den Tauchprofis der Marine. "Die
Jungs machen einen bärenstarken und topfitten Eindruck",
sagte Moeller bei der Besichtigung des Fitnessraumes der Minentaucher. Überrascht
war der Schauspieler über die geringe Anzahl der Minentaucher: "Minentaucher
sind ja fast wie Wale - vom Aussterben bedroht."
Im Fitnessraum der Minentaucher entdeckte der Action-Star
ein Poster, welches ihn in jungen Jahren mit makellosem
Muskelkörper
zeigt. "Für die Minentaucher" signiert er kurzerhand
sein Portrait. Anschließend stellt er sich den Fragen der
Soldaten und lässt sich geduldig und professionell mit den
Minentauchern fotografieren. "Er hat keine Starallüren,
ist ein echt cooler Typ - einfach menschlich", sagt der Taucher
Jens Höner.
Moeller kennt das Militär und unterstützt die Soldaten. "Ich
war von 1979 bis 1981 selber bei den Pionieren in Wuppertal-Elberfeld",
betont er gegenüber den Soldaten. Schon als Jugendlicher
wollte er einmal Kampfschwimmer werden. Zum Abschluss seines Besuches
erhielt Moeller von den Tauchern eine Minentauchermütze und
einen Kaffeebecher mit dem Logo der Unterwasserprofis.
Die Minentaucher aus Eckernförde sind absolute Spezialisten über
und unter Wasser: Das Auffinden, Vernichten oder Bergen von Munition
in See und an Land gehört zu den Hauptaufgaben dieser
Einheit der Spezialisierten Einsatzkräfte Marine (SEK M)
aus Eckernförde. Damit aber nicht genug: Minentaucher bedienen
Unterwasserdrohnen, suchen Flachwasserzonen noch Explosivmitteln
ab und beseitigen Kampfmittel in Hafenanlagen oder in Krisengebieten.
Außerdem unterstützen sie zivile Dienststellen, beispielweise
die Polizei oder Rettungsdienste. Das alles mit modernstem Gerät.
Zurzeit sind die Minentaucher im Kosovo-Einsatz und beteiligen
sich an verschiedenen NATO-Verbänden.
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