Kiel (eb) [24.05.10]. Für ihren mutigen
und selbstlosen Einsatz zur
Rettung von 26 Seeleuten unterschiedlicher Nationalitäten
vor der
Küste des Libanons hat die DGzRS (Deutsche Gesellschaft
zur Rettung
Schiffbrüchiger) die Besatzungen des Tenders "Mosel" (5.
Minensuchgeschwader) und des Minenjagdbootes "Laboe" (3.
Minensuchgeschwader) der Deutschen Marine mit der "Bronzenen
Medaille
für Rettung aus Seenot" auszeichnen. Stellvertretend
für die
Besatzungen nahmen die beiden Kommandanten, Korvettenkapitän
Michael Gierahn und Kapitänleutnant Jens Geppert
Medaillen und
Urkunden entgegen.
Zu dem Seenotrettungseinsatz war es am Nachmittag des 17. Dezember
2009 im Mittelmeer gekommen. Elf Seemeilen westlich des
libanesischen
Hafens Tripoli war bei starken Winden von im Mittel sechs
Beauforts
(circa 54 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit), drei
bis vier Metern
Seegang und schweren Gewitterschauern das unter Panama-Flagge
fahrende Viehtransportschiff "Danny F II" mit über
80 Mann Besatzung
gekentert.
Die beiden deutschen Marineschiffe, die sich im Rahmen des
UNIFIL-Einsatzes vor Ort befanden und zum Zeitpunkt
des Unglücks zum "Abwettern" im Hafen von Beirut
lagen, liefen nach Eingang des
Notrufes sofort aus und trafen gegen 19 Uhr an der
Unglücksstelle
ein. In der Nacht und in den folgenden zwei Tagen konnten
bei
widrigen Verhältnissen 26 Schiffbrüchige gerettet
werden. Unter
Einsatz ihres Lebens sprangen die deutschen Marinesoldaten
in die
aufgewühlte See, um den teilweise durch Entkräftung
und wegen des
Seegangs hilflos treibenden Schiffbrüchigen zu Hilfe zu
kommen. Sie
wurden in Kletterrettungsnetze verbracht und anschließend
an Bord
geholt.
Hier wurden sie medizinisch versorgt und anschließend
im Hafen von
Tripoli an die libanesischen Behörden weitergeleitet. Für
neun
weitere Schiffbrüchige konnte bedauerlicherweise keine
Hilfe mehr
geleistet werden; sie wurden tot geborgen.
Die Such- und Rettungsmaßnahmen
wurden am 20. Dezember - drei Tage
nach dem Unglück - beendet.
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