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 Rettung für einen SAR-Hubschrauber
 Marinehubschrauber per Lufttransport zurück nach Kiel
Beginn einer außergewöhnlichen, Teilstreitkraft-übergreifenden Operation.
Foto: Wilke (PIZ Marine)
Kiel (eb) [19.09.09]. Eher unfreiwillig landete die Besatzung einen "Sea King" während eines Ausbildungsfluges in Langwedel auf einem Truppenübungsplatz. Der Grund: ein technischer Defekt zwang den Piloten zu einer Sicherheitslandung. Am gestrigen Mittwoch konnte die Marine nach intensiven Vorbereitungen mithilfe des Heeres den Hubschrauber wieder in seinen Stützpunkt zum Marinegeschwader 5 (MFG 5) nach Kiel bringen.
Dabei bediente sich die Bundeswehr einer besonderen Methode: Ein Transporthubschrauber vom Typ CH-53 des Heeres aus dem Transporthubschrauberregiment 15 in Rheine-Bentlage flog den rund sechs Tonnen schweren "Sea King" an einem robusten Seil hängend zurück nach Kiel. Bereits im Vorfeld wurden die Rotorblätter und sonstiger Ballast entfernt, um das Gewicht des sonst etwa zehn Tonnen schweren Hubschraubers zu verringern. Anschließend wurde genau geprüft, ob der "Sea King" für einen solchen Transport geeignet ist. "Ein Kran hatte den Marine-Hubschrauber mehrmals angehoben, um zu testen, ob das Gewicht gleichmäßig verteilt ist", erklärt Oberleutnant zur See Martin Adam, Technischer Offizier des MFG 5. Er hat das Manöver und die Vorbereitungen für den Transport von Anfang an begleitet.
Ein Transport, der auch für den erfahrenen Piloten der CH-53, Hauptmann Michael K, nicht alltäglich ist. "Dies ist kein Routineeinsatz, sondern etwas Besonderes. Wenn die Fluggeschwindigkeit zu hoch ist und Windböen uns erfassen, kann es passieren, dass der "Sea King" ins Pendeln gerät. Im schlimmsten Fall müssten wir ihn abwerfen", sagte Michael K. vor der Aktion.
Doch so weit ist es dank des guten Wetters und nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten nicht gekommen. Mit einer Flughöhe von 300 bis 400 Metern und einer durchschnittlichen Fluggeschwindigkeit von 40 Knoten (das entspricht etwa 74 Stundenkilometern) ist der "Sea King" sicher in Kiel gelandet. Damit begann die genaue Ursachenforschung, weshalb der Hubschrauber außerplanmäßig landen musste.
Text: Beate Hannig (PIZ Marine) / Foto: Björn Wilke (PIZ Marine)
 
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