Mittelmeer (eb) [16.11.08]. Ein wenig freie Entfaltung
des künstlerischen Könnens muss auch während eines
UN-Einsatzes erlaubt sein. Das bewiesen während eines Übungs-Tauchganges
vor Zypern vier deutsche Minentaucher mit Graffiti der
besonderen Art. Auf der Außenwand der versunkenen Fähre "Zenobia" ritzten
sie in 43 Meter Tiefe das Emblem der Minentaucher und
ihre persönlichen
Minentaucher-Nummern in die von Algen bewachsene Außenhaut
des Wracks, das vor 28 Jahren sank. "Anders als die meisten
Graffiti in einigen Großstädten Deutschlands ist dieses
Kunstwerk biologisch abbaubar, da es von selber wieder
zuwächst",
sagt Sven T., Minentauchereinsatzleiter.
Vier Minentaucher
aus Eckernförde schützen zurzeit
die deutschen UN-Marineschiffe vor Terroranschlägen. Sie
sind im Hafen von Limassol auf Zypern stationiert, von wo aus
die Schiffe während ihrer UN-Mission in Richtung Libanon
auslaufen.
Die Kampfmittelbeseitiger der Marine gehören zu den wenigen
Spezialisten der Bundeswehr, die sowohl an Land als auch im
Wasser Kampfmittel wie Sprengfallen oder Bomben auffinden und
zerstören. Ausgerüstet sind sie mit fernsteuerbaren
Robotern und modernem Tauchgerät. Desweiteren verfügen
sie über Handsonargeräte und Metalldetektoren, mit
denen sie den Meeresboden absuchen können.
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