Kiel (eb) [20.12.08]. Gerade noch rechtzeitig
zum Fest kehren das
Minenjagdboot "Dillingen" und der Tender "Rhein" nach
mehrmonatigem
Einsatz in ihren Heimathafen Kiel zurück. Aufgrund schwerer
Stürme im Mittelmeer und der
Biskaya war
bis zuletzt nicht sicher, ob die Marinesoldaten zu Weihnachten
einlaufen. Ursprünglich war eine frühere Rückkehr
geplant. "Ich
denke, die Besatzung freut sich am meisten darauf, Zeit
mit ihrer
Familie verbringen zu können, und natürlich auch auf
das
Weihnachtsfest", sagt Sönke Fuhrmann. Der 38-jährige
Korvettenkapitän
ist Kommandant des Versorgers "Rhein". Die "Dillingen" und
die "Rhein" gehörten in den zurückliegenden
fünf
beziehungsweise knapp
sechs Monaten zu einem Eingreifverband der NATO. Der
Einsatz führte
sie bis nach Ägypten. Im Mittelmeer standen multinationale Übungen
auf dem Programm. So zum Beispiel die von Frankreich
geleitete
Großübung "Olives Noires 2008 (schwarze Olive)
und das NATO-Manöver "Nobel Midas 2008".
Die 130 Männer und Frauen besuchten
zudem zwölf
Häfen in sieben Ländern und legten dabei gut 22.000
Kilometer zurück. "Der Hafenaufenthalt
im ägyptischen Alexandria war beeindruckend.
Ausflüge zu den Pyramiden und der Sphinx brachten selbst
mich zum
Staunen", so Fuhrmann. Außerdem steuerten sie unter
anderem Ibiza,
Kreta und Cannakale in der Tükei an.
Die "Dillingen" und die "Rhein" gehörten
dem ständigen
Minensuchverband der NATO im Mittelmeer - englisch: Standing
NATO
Mine Countermeasure Group 2 (SNMCMG 2) - an. Er ist einer
von vier
bestehenden ständigen Verbänden des nordatlantischen
Verteidigungsbündnisses. Schiffe und Boote der NATO-Staaten werden
hierzu für einige Monate zusammengestellt, um gemeinsam im Mittelmeer
und den angrenzenden Seegebieten zu operieren. Der Verband
hält sich
dort in ständiger Einsatzbereitschaft und übt gemeinsam
die
Minenabwehr. Auf Anforderung des NATO-Rates kann der Verband
jederzeit in einen Einsatz entsandt werden, um beispielsweise
Meerengen von Minen oder anderer Munition zu befreien. Der
Tender "Rhein" war neben seiner Rolle als Versorgungsschiff
auch für
die
Dauer seines Einsatzes Führungsschiff der SNMCMG 2.
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