Plön
(eb) [18.08.08]. Marinesoldaten der Marineunteroffizierschule
(MUS) in Plön bescherten 30 sogenannten Sorgenkindern einen schönen
Tag mit Kuttersegeln und Spielenachmittag.
Beate Jung, Gattin von Bundesverteidigungsminister
Franz Josef Jung, besuchte am heutigen
Donnerstagnachmittag die behinderten Kinder
in der Marineunteroffizierschule sowie
in der Plöner Jugend-
und Freizeitstätte der evangelischen
Kirche. Sie ist die Schirmherrin der "Aktion Sorgenkinder in
Bundeswehrfamilien des Bundeswehrsozialwerks". Minister Jung
kam am frühen Abend hinzu, um sich über die soziale Arbeit
seiner Soldaten zu informieren.
Auf dem Großen Plöner See fahren
zwölf Bootsmannschüler
der 1. Inspektion der MUS mit den Kindern
der Ferienfreizeit in fünf Segelkuttern über
ruhiges, windarmes Wasser. Für
viele Kinder ist es die erste Bootsfahrt
- und Marine haben viele von ihnen auch
noch nicht live und hautnah erlebt. Mit
der "Seeadler",
das ist eines von zwei Motorbooten der
MUS, fährt am Nachmittag
Prominenz heran. Beate Jung wird zu jedem
einzelnen der Segelkutter gebracht. Sie
ruft "Hallo", winkt den Kindern
zu. Ein Marinesoldat der "Seeadler" reicht
Speiseeiskartons zu den Segelkuttern herüber.
Die Kinder freuen sich. Jung hält
einem der behinderten Mädchen die Hand. Sie sagt: "Das
ist das Wichtigste, was wir machen können: Den Kindern eine
Freude bereiten und gleichzeitig ihre
Eltern zuhause entlasten." Das
Mädchen neben Beate Jung lacht und sagt: "Das ist schön
hier." Auftrag erfüllt für die Deutsche Marine. "Wir
wollen erreichen, dass die Kinder einen
bunten Nachmittag haben",
sagt der stellvertretende Chef der ersten
Inspektion, Korvettenkapitän
Dirk Eickelberg. Und seine Soldaten sind
motiviert bei der Sache. "Seit
eineinhalb Wochen sind wir an der MUS
zum Bootsmannlehrgang",
sagt Obermaat Eike Schmidt (21), "seitdem organisieren wir
neben unserer Ausbildung das Kinderfest
des Bundeswehrsozialwerks." Die
Aufgabe ist für die jungen Bootsmannschüler eine ungewohnte
Herausforderung. "Das ist das erste Mal, dass ich mit behinderten
Kindern zu tun habe", sagt die Soldatin mit geflochtenem blonden
Zopf, Obermaat Miriam Clahr (23). Sie
betreut mit ihrem Kameraden das Glücksrad, bei dem jeder Dreh
einen Gewinn bringt. Der Inspektionschef ergänzt: "Das
schult die soziale Kompetenz unserer Soldaten." Auch Minister
Franz Josef Jung findet das Engagement seiner Soldaten gut. Er sagt: "Das
entlastet die Soldatenfamilien. Und unsere Soldaten empfinden das
als gelebte
Fürsorge, wenn sie sehen, dass es so etwas gibt."
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