Olpenitz (eb/uz) [13.02.08]. Eine aus dem 2. Weltkrieg
stammende Mine wurde heute durch das Minenjagdboot Datteln gesprengt.
Die auf dem Meeresgrund liegende Ankertaumine wurde rund zwölf
Kilometer vor Olpenitz gefunden. Das Minenjagdboot Datteln befindet
sich derzeit auf einer Übungsfahrt und hatte die Mine am
Vormittag geortet.
Olpenitz war bis 2006 Stationierungsort der Minenstreitkräfte
der Deutschen Marine. Auch wenn der Ort Ausgangspunkt
zahlreicher Ausbildungsfahrten war, kann es keine absolute
Sicherheit geben, dass keine Kampfmittel mehr im Seegebiet sind.
Allerdings,
so räumt ein Marinesprecher ein, sei der Fund schon ein „Mega-Zufall“.
Die Gefahr, die von den Kampfmitteln, insbesondere von
Ankertau-Minen ausgehen, schätzt er als gering ein: Die Kampfmittel
würden
beispielsweise durch Korrosion auf den Meeresgrund sinken.
Es sei unwahrscheinlich, dass es in solchen Tiefen Berührungen
mit Fahrzeugen gebe. Die haben ein weitaus geringeren
Tiefgang. In der Regel wäre auch technisch nach so langen
Zeiträumen
keine Zündung mehr möglich. |