Glücksburg (eb) [20.12.08]. Die neuen Korvetten der "Braunschweig-Klasse" K130
der Deutschen Marine sind mit dem Waffensystem RAM ausgestattet.
Beim Rolling-Airframe-Missile-System (RAM-System) handelt
es sich um ein Nächstbereichsverteidigungssystem für
Schiffe und Boote gegen Flugkörper. "Neu ist, dass wir
mit einer Systemerweiterung jetzt auch Hubschrauber,
Speed-Boote oder langsame
Flugzeuge bekämpfen können. Damit können wir uns
besser gegen das asymmetrische Bedrohungsspektrum durch
Terroristen verteidigen", sagt der Fachdezernent für
Schnellboote und Korvetten im Flottenkommando, Fregattenkapitän
Marco Thiele.
Auf den beiden Fotos in der roten Morgendämmerung ist
eine RAM-Abschussvorrichtung - der sogenannte Starter - am Heck
der Korvette "Ludwigshafen am Rhein" zu sehen. Die "Ludwigshafen
am Rhein" ist noch nicht in Dienst gestellt. Sie befindet
sich zurzeit in der Erprobung. Das heißt, dass Marinesoldaten
und Werftmitarbeiter gemeinsam unterwegs sind, um die Korvette
mit ihren technischen Systemen zu testen und zu normen. Vor
einer solchen Erprobungsfahrt im November dieses Jahres wurden
die Aufnahmen im Kieler Marinestützpunkt gemacht.
Die Deutsche
Marine setzt das RAM-System seit Mitte der 1980er Jahre
auch auf ihren Schnellbooten der "Gepard-Klasse" und
allen Fregatten ein. Auf den Schnellbooten ist je ein RAM-Starter,
auf den Korvetten sind zwei und auf den Fregatten bis zu drei
installiert. Die bis zu 21 Lenkflugkörper, die im Starter
eingesetzt sind, haben eine Länge von je rund 2,80 Meter
und wiegen circa 70 Kilogramm. Sie erreichen eine Geschwindigkeit
von etwa drei Mach, das ist die dreifache Schallgeschwindigkeit
- also circa 3.700 Stundenkilometer.
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