Kiel
(eb) [20.12.08]. Ein Marineverband mit Booten und Schiffen
aus den Ostseehäfen Kiel und Warnemünde trainierte gemeinsam
in der Ostsee. Das Übungsgebiet erstreckte
sich von der westlichen Ostsee bis zu der dänischen Inselwelt.
19 Marineeinheiten mit über 350 Soldaten waren beteiligt. In
einem Szenarium inmitten eines minenverseuchten Krisengebietes übten
sechs Minensuchboote, drei Versorgungsschiffe, zwei Schlepper
und acht Schnellboote den Ernstfall sowie seemännische Manöver.
Von Abschleppübungen, bei denen ein Boot das andere zog,
bis hin zu Schießübungen galt es, einen vielfältigen
Trainingsplan mit realitätsnahen Situationen zu absolvieren.
Auch Versorgungsmanöver fanden statt, bei denen fahrende Boote
auf See mit Wasser, Verpflegung und Diesel versorgt wurden. Der
Höhepunkt während der fast zweiwöchigen Manöverphase
war ein simulierter Hilferuf des fiktiven Havaristen "Henriette",
gespielt vom Versorgungsschiff "Mosel". Die Minensuchboote "Hameln" und "Datteln" eilten
zur Hilfe, schickten Soldaten auf den Havaristen, brachten ein Feuer
auf dem Tanker unter Kontrolle und versorgten Verletzte. Die Minenbeseitigung stand in der zweiten Hälfte der Geschwaderübung
im Vordergrund. Während die Hohlstablenkboote mit ihren Fernlenkdrohnen
vom Typ "Seehund" übten, suchten die Minenjagdboote
mit ihren Sonargeräten den Meeresboden nach Übungsminen
ab. Ziel dieses Teils des Manövers war es, die maritimen Fähigkeiten
der Besatzungen sowie die Arbeitsabläufe auf See zu trainieren
und dadurch auf einem hohen Niveau zu halten. Übungen dieser
Art finden jährlich statt. |