Hatten
am Vormittag noch die Soldaten auf der Brücke der Mecklenburg-Vorpommern
den traumhaften Sonnenaufgang in der Biskaya genossen, zeigte
sich die See wenig später von einer ganz anderen Seite.
Die Höhe der Wellen erreichte sehr schnell von drei Meter.
Der Wind begann die Schaumkronen als Gischt in die Gesichter
der Ausgucks auf der Brücke zu blasen.
Der Marineeinsatzverband, der am Donnerstag von Wilhelmshaven aus in Richtung
libanesische Küste aufgebrochen war, bereitet sich jedoch weiter auf den
Einsatz vor. Dabei steht die Ausbildung jedes einzelnen im Vordergrund. Selbst-
und Kameradenhilfe, also beispielsweise die Erste Hilfe, wenn Verletzungen auftreten,
werden besonders intensiv trainiert.
„
Es klingt zwar ein wenig paradox, wenn wir sagen, dass wir
noch üben müssen“, erläutert Kapitän zur
See Dirk Koch, stellvertretender Kommandeur des Verbandes, „aber
da wir für den Einsatz viele Spezialisten eingeschifft haben,
muss vor allem noch die Teambildung an Bord stattfinden.“ |