truppen.info: Truppe: Leinen Los zur Kieler Woche
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 Leinen los zur Kieler Woche 2005
 Maritimes Großaufgebot und 50 Jahre Bundeswehr
Kiel (uz) [19.06.05]. Die Kieler Woche bedeutet, dass die Schleswig-Holsteinische Landeshauptstadt für eine Woche fest in maritimer Hand, sprich in der Hand von Seglern und Wassersportlern ist. Die Innenstadt wird zu einem riesigen Festgelände. Jeden Tag stehen unzählige sportliche Wettkämpfe ober kulturellen Höhepunkte auf dem Programm. Die Veranstaltungen, die im Veranstaltungskalender angeführt sind, lassen sich kaum überblicken, geschweige denn aufzählen. Bereits in der 123. Auflage wurde diese Veranstaltung, die immer in der letzten Juni Woche stattfindet, auf die Beine gestellt.
Einen fast zu übersehenden Teil stellt dabei das Engagement der Bundeswehr dar. Und das wo der Auftritt in diesem Jahr, anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Truppe, größer denn je ist.
Wie schon in den vergangenen Jahren öffnete die Marine am ersten Wochenende der Kieler Woche die Schlagbäume zum "Open Ship". 31 Marineschiffe und -boote aus 16 Nationen haben beim Marinestützpunkt festgemacht, die meisten von ihnen waren im Rahmen der "Open Ship"-Aktion auf den Oberdecks begehbar. Besonderer Andrang herrschte dabei auf dem diesjährigen Flaggschiff der Kieler Woche, der Fregatte Hamburg, die zu den jüngsten Schiffe der deutschen Marine gehört. Aber auch der russische Zerstörer Nastoychviy stand sehr stark im Augenmerk der Besucher. Geduldig standen die Soldaten, soweit sprachliche Möglichkeiten dies zuließen, den Besuchern Rede und Antwort. Und übereinstimmend sagten die Seeleute aller Nationen, dass die Kieler Woche nicht nur eine willkommene Abwechslung zum Bord-Alltag ist, sondern dass eben auch der internationale Kontakt zu den Besatzungen anderer Schiffe und natürlich das Fest in der Innenstadt schon etwas ganz Besonderes seien.
Drei Tage lang boten die Streitkräfte an der Kieler Förde aber auch einen spektakulären Querschnitt durch alle Teilstreitkräfte und Einheiten, die in Schleswig-Holstein stationiert sind. Auf rund 700 Meter Ausstellungslänge sorgte die Sonderausstellung für mehr als eine willkommene Anbindung des Marine-Stützpunkts an das Festgelände. Als ein Team gestalteten die Bundeswehrangehörigen diese Ausstellung: Zu sehen gab es zum Beispiel das nagelneue Aufklärungsfahrzeug Fennek des Heeres. Das Ausstellungsexemplar selbst war erst 14 Tage zuvor vom Band gelaufen. In einem portablen Taucherbecken ließen sich die Kampfschwimmer der Marine über die Schulter schauen. Die Wehrbereichsverwaltung war mit einem Preisausschreiben ebenso dabei, wie Feldpost mit einem eigenen Postamt, Aufklärungskräfte mit Luftaufnahmen von der Förde, sowie Informationsstände der Wehrdienstberatung oder der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit um nur einige zu nennen. Der ausgestellte SAR-Hubschrauber (SAR=Search And Rescue) vom Typ Bell UH 1D zog vor allem am Sonntag Nachmittag besonders viele Besucher an: Hier nahmen Marlene Marlow (Oberstabsarzt Dr. Sabine Petersen), Oliver Hörner (Hauptfeldwebel Jan Wollcke), Nicolas König (Hauptmann Jens Blank) und Patrick Wolff (Oberfeldwebel Johannes von Storkow), die Hauptdarsteller der ZDF-Serie die Rettungsflieger, zu einer Autogrammstunde Platz.
Atemlose Anspannung herrschte, wenn die Piloten des Marinefliegergeschwader 5 aus Kiel-Holtenau den Luftraum bei der Tirpitz-Mole beherrschten. Mit ihren Flugmanövern und präziser Demonstration der Fingerfertigkeit zur Rettung von der Wasseroberfläche faszinierte die Besatzung einer Seaking. Seit genau 30 Jahren wird dieser Hubschrauber für SAR-Einsätze benutzt. Diesem Geburtstag wurde mit einer Sonderlackierung gedacht.
Präzisionsarbeit zeigten auch die Männer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst, die Teodor, einen Roboter zur Untersuchung verdächtiger Gegenstände, präsentierten. Zielgenau bediente sich Teodor Basecaps von Kinderköpfen und ging damit zum Sammeln. Wenn einmal nichts anderes zu tun war, verteilte Teodor aber auch, nämlich Luftballons an Kinder.
Positiv über den ganzen Tag auch das Lob der Besucher, das überall zu hören war. Erleichtert über den guten Verlauf und vermutlich auch den Abschluss der Arbeiten ein wenig stolz zeigte sich am Ende der Projektoffizier, Kapitänleutnant Jörg Belle. Er lobt die unkomplizierte Zusammenarbeit aller Beteiligter dafür, dass eine Bundeswehr mit einer Ausstellung in Kiel angetreten war.
Die Fregatte Hamburg, das Flaggschiff der Kieler Woche.
Besucherandrang auf der Nastoychviy.
Marine so weit das Auge reicht.
Taucher und solche, die es mal werden wollen.
Teodor als Sympathieträger.
Seaking zum greifen nah.
Stars mit guter Laune: Marlene Marlow und Nicolas König aus dem Team der Rettungsflieger.
"Singen ist beurteilungsrelevant" beim Gottesdienst auf der Fregatte Hamburg
Open Ship: Vielfalt in oliv und grau
Ehrentag für einen Hubschrauber (Tag der offenen Tür des Marinefliegergeschwader 5)
 
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