truppen.info: Truppe : Die Marine
jüngste Beiträge
Aus den Einsätzen
Sicherheitspolitik
Wir suchen Ihre Fotos
Linkliste
Link eintragen
Laufbahnportraits
Der Weg zum Offizier
Der Weg zum Unteroffizier
Dienstgradabzeichen
truppen.info-Quiz
Spiele
Downloads
Buchtipps
Für Webmaster
 
MCKimme


 „Alles ist anders“
 Marine stellt die Boote der Klasse U 212 A vor
Eckernförde (uz) [17.10.05]. Noch bevor unter den Augen von Verteidigungsminister Dr. Peter Struck am Mittwoch erstmals zwei Einheiten gleichzeitig bei der Marine ihren Dienst aufnehmen, präsentierte die Marine die neuen Boote der Klasse U 212 A. Durch die neue Form wirken die Boote, im Vergleich zu den Booten der älteren Klasse 206 A an der Mole nebenan, stolz und erhaben. Mit U 31 und U 32 nehmen die ersten von vier Booten ihren Dienst auf. Vorausgegangen ist eine umfangreiche Erprobung und Einweisung. Die Besatzungen sind zum Termin der Indienststellung bereits gut aufeinander eingespielt. Die meisten Soldaten auf beiden Booten sind quasi seit der ersten Stunde dabei.
„Das Boot ist viel größer, als die der alten Klasse“, schwärmt Kapitänleutnant Oliver Marr von seinem „neuen“ Arbeitsplatz. Marr war der erste Offizier auf U 32 und versieht seinen

Imposante Erscheinung: Die "neuen" in Eckernförde.
Dienst als zweiter Wachoffizier. Wer nun aber denkt, dass die Soldaten an Bord viel Raum und Platz haben, sieht sich getäuscht: "Dafür ist natürlich auch viel mehr Technik an Bord", fügt der KaLeu hinzu. Dennoch spricht er von Luxus: Es gibt eine zweite Dusche, beide haben richtige Kabinen. Für den Smut gibt es einen eigenen Vorratsraum und zum Teil haben die 27 Mann Besatzung jetzt eigene Kojen. Der Kommandant erhält sogar seinen eigenen Raum.

U 31 (hinten) und U 32 verstärken ab dem 19. Oktober die U-Bootflotille in Eckernförde.
Kommandant wird ab kommendem Mittwoch Korvettenkapitän Michael Bornholt sein. Er hat sich inzwischen eine ganz einfache Antwort auf die Frage, was denn an dem neuen Typ anders ist: "Alles!" Auf die verwirrten Blicke fügt er hinzu: "Wir haben am Anfang den Fehler gemacht alles zu vergleichen, das ist unmöglich, das ist vom Konzept total anders." Er betont gegenüber truppen.info, dass alle, auch erfahrene Besatzungsmitglieder zuerst den Umgang mit dem Typ lernen müssen. Obwohl: "U-Boot fahren bleibt immer gleich: Ein U-Boot taucht und ein U-Boot taucht wieder auf! Aber die Eigenschaften des Bootes sind ganz anders."
Auch hier spielt wieder die neue Technik eine Rolle, deren Handhabung erlernt werden muss: "Wenn man die Technik nicht kennt, kann man sie auch nicht einsetzen." Und diese Technik muss man kennenlernen. Auch wenn man dem Hersteller vertraut bleibt da gelegentlich ein flaues Gefühl in der Magengegend. "Beim ersten Mal Tauchen hatten wir viel Respekt – beim ersten Mal sehr tief Tauchen hatten wir auch sehr viel Respekt", berichtet Korvettenkapitän Bornholt und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Wenn es knirscht, ist es zu spät!"
Während U 31 in den nächsten Monaten noch mit weiteren Tests und Erprobungen beschäftigt ist, wird U 32 erstmals bei einer Übung ins Augenmerk der interessierten Welt treten. Vor Großbritannien wird sich das Boot als "Übungsziel" zur Verfügung stellen. Für den Kommandanten eher eine Zeit, um sich weiterhin mit dem Boot vertraut zu machen. "Wir sind als Ausbilder für die U-Boot-Jagd dort", erklärt der Korvettenkapitän, "es wäre also nicht sehr hilfreich, wenn wir uns da best möglichst verstecken!"
Übrigens macht der künftige Kommandant auch kein Geheimnis daraus, dass es aus der Erprobung bereits den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag gebe.
Mehr als gespannt sind die Angehörigen anderer Streitkräfte auf die Erfahrungen der Deutschen Marine mit den Booten. Die Klasse U 212 A, von der auch zwei Boote an Italien ausgeliefert werden, gelten als die modernsten konventionell betriebenen U-Boote der Welt. Neben modernster Sensor- und Aufklärungstechnologie liegt die Besonderheit im neuartigen Antrieb durch eine Wasserstoff-Brennstoffzelle. Dieser Antrieb ist unabhängig von der Außenluft und ermöglicht dem Boot die Fortbewegung durch einen geräuschlosen Antrieb, der eine Ortung fast unmöglich macht. Zusätzlich ermöglicht dieses System eine längere Einsatzdauer in getauchtem Zustand. Durch die neue Form ist das Boot zudem in der Lage auch in flacheren Gewässern zu operieren, als die bisherigen Boote.

Korvettenkapitän Michael Bornholt wird der erste Kommandant von U 32 sein.
Optimale Voraussetzungen also für die Aufklärungs-Aufgaben in den Einsatzgebieten im Mittelmeer. Auch das, so ist man sich in Eckernförde sicher, wird vermutlich schon im kommenden Jahr auf eines der neuen Boote zukommen. Dann werden auch die beiden noch fehlenden Boote zur Truppe gehören. Hoffnung machen sich die Verantwortlichen der U-Bootflottille noch auf die Beschaffung von zwei weiteren Booten des Typs. Der Rest von zehn bis zwölf Booten werde dann mit der Klasse 206 A aufgefüllt.
Gebaut werden die Boote übrigens jeweils zur Hälfte bei HDW in Kiel (Bughälfte) und den Thyssen Nordseewerken in Emden (Achternhälfte). Jede der beiden Werften erhält dann eines der „fehlenden“ Teile zur Fertigstellung.
Perfekter Durchblick auch dank... ...modernster Technik.
Daten und Fakten zur Klasse 212 A
Bilder zur Klasse 212 A
 
Anzeigen
Ihre Werbung hier?
Anzeigen
Der
   Diese Seite empfehlen      Sitemap    Archiv    Impressum    Kontakt 
(c) 2005 by www.truppen.info