Siauliai (Litauen) (eb/uz) [17.10.09]. Seit dem
1. September 2009 wird die NATO-Mission „Air Policing
Baltikum“ zur
Wahrung der Integrität und zum Schutz des Luftraums über
den baltischen Staaten
Estland, Lettland und Litauen erneut von der Luftwaffe
durchgeführt. Deutschland
übernimmt die Aufgabe im Rahmen der integrierten NATO
Luftverteidigung über den
drei baltischen Staaten bis zum 4. Januar 2010.
Dafür werden erstmals vier moderne Jagdflugzeuge des
Typs Eurofighter eigesetzt.
Die Maschinen wurden zusammen mit insgesamt etwa 100
Soldatinnen und Soldaten in Litauen stationiert.
Die Erfahrungen aus dem ersten Monat des Einsatzflugbetriebes
auf dem Flugplatz
Siauliai im Norden Litauens belegen nach Angaben der
Luftwaffe, dass sich das Waffensystem auch unter Einsatzbedingungen
auf
einem
fremden Flugplatz
bei deutlichen Unterschieden
zu den Verhältnissen im heimatlichen Jagdgeschwader
74 in Neuburg an
der Donau bewährt.
Spätherbstliche Wetterverhältnisse im Nord-Osten
Europas, stürmischer Wind,
Nachtfröste und Dauerregen, aber auch das Fehlen
fester Unterstellmöglichkeiten,
sogenannter Shelter, stellen täglich besondere Herausforderungen
an Personal und
Material des deutschen Einsatzkontingentes.
Trotz dieser widrigen Verhältnisse verfügt
das deutsche Einsatzkontingent mit seinen
vier Eurofightern über eine Klarstandsrate von nahezu
100% bei täglichem
Flugbetrieb, damit wird die Einsatzfähigkeit dieses
Jagdflugzeuges nachhaltig unterstrichen.
Anfang November wird der Einsatzauftrag an Kräfte
des Jagdgeschwaders 71 „Richthofen“ aus
dem ostfriesischen Wittmund weitergegeben, die dann mit
dem
Waffensystem F-4F Phantom die zweite Hälfte der
deutschen Einsatzverpflichtung
im Auftrag der NATO sicherstellen werden. |