Das Herzstück des neuen Einsatzverbandes
sind aber eigentlich nicht die Tornados, sondern die eher unscheinbaren
Container, in denen das Bildmaterial nach dem Flug ausgewertet wird. Je
nach Auftrag bleiben den Soldaten zum Teil sogar nur 45 Minuten zwischen
Landung und der Übertragung eines ersten Ergebnisberichtes an den
Auftraggeber. Eine knappe Zeitspanne, wenn man bedenkt, dass allein die
Filmentwicklung rund 15 Minuten in Anspruch nimmt. Liegen die Daten aber
erst einmal bei den Auswertern, geht alles ganz schnell. Mit schnellen
Handgriffen und geübten Blick macht sich jeweils ein zweiköpfiges
Team an die Feinarbeit. Kein Fahrzeug bleibt den Männern hier verborgen.
Die Bildqualität der 12x12 cm großen Negative beweisen die Männer
eindrucksvoll mit einer Aufnahme von einem Gartenstuhl, dessen Latten auf
der Sitzfläche nachgezählt werden können. Ihre Leistungsfähigkeit
haben die Soldaten schon mehrfach, oft im Verborgenen unter Beweis gestellt.
Von 1995 bis 2001 lieferten die Soldaten des Geschwaders bereits Ergebnisse,
als es um die Umsetzung des Abkommens von Dayton im ehemaligen Jugoslawien
ging. |