Köln
(eb) [30.11.06]. Etwa
300 Gäste aus der ganzen BRD hatten sich im Tagungs- und
Bibliotheksgebäude im Fliegerhorst Köln/Wahn zusammen
gefunden, um das 50-jährige Bestehen der Evangelischen
(EAS) und Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung
(KAS) in einer sich von der Verteidigungs- zur Einsatzarmee
wandelnden Bundeswehr bei einem Festakt zu würdigen, der
von dem Geschäftsführer der KAS Diplom-Volkswirt Rainer
Krotz moderiert und vom Heeresmusikkorps 7 mit einem
vielfältigen
Programm musikalisch umrahmt wurde.
Reichlich Lob und Dank gab es für die umfangreiche Arbeit
von EAS und KAS um eine sinnvolle Freizeit-Betreuung der Bundeswehrangehörigen
im Heimatland und den, Oasen genannten Einrichtungen, für
die Bundeswehrangehörigen im Auslandseinsatz nach der Einführung
und dem Geistlichen Wort des Militärdekans und stellvertretenden
Vorsitz der EAS Ulrich Brates, den von der Vorsitzender der
KAS und MdB Christa Reichard und Vizeadmiral a.D. und Vorsitzendem
der EAS Bernd Heise gesprochenen Fürbitten und dem Segenswort
durch Militärdekan Rainer Schnettger.
Der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung
(BAS) und Staatssekretär a. D. Klaus-Günther Biederbick
umriss die Entwicklung der 1956 nacheinander gegründeten
Arbeitsgemeinschaften, zu deren Fördermitgliedern inzwischen
auch das Bundeswehrsozialwerk gehört, angefangen mit der
Eröffnung eines „Klubhauses“ in Andernach für
Soldaten im Grundwehrdienst zu flexibel auf immer neue Anforderungen
reagierenden Einrichtungen. Zudem verwies er auf die Entwicklung
eines Einsatzcontainer mit Gegenständen zur Erleichterung
der Seelsorge für die Oasen.
Die Wichtigkeit der Wertevermittlung und der Zuwendung
besonders in existentiellen Situationen betonte der
Bundesminister der Verteidigung Dr. Franz-Josef Jung. Besonders
in den Oasen
gebe es auch bei Soldaten ohne kirchlichen Bezug ein
Umdenken angesichts des Leidens oder dem Tod von Kameraden.
Die Einigung
der Armee nach der Teilung des Vaterlandes sei mit
ein Verdienst von EAS und KAS. Dazu trügen auch die Soldatenheime mit
ihren unmittelbaren Bezügen zur Region mit zum Vertrauen
in die Bundeswehr bei, die die dienstliche Betreuung den neuen
Anforderungen anpassen müsse.
|