Bereits im Jahr 2003 war man sich im
Verteidigungsministerium sicher, dass ein Tag
nicht ausreichen wird, ein ganzes Jahr zu
feiern, war wiederum zu lang. Der
„Jubiläumszeitraum“ war schnell gefunden: 7.
Juni bis 12. November. Am 7.6.1955 wurde das
„Bundesministerium für Verteidigung“ aus der
Taufe gehoben, am 12.11.1955 erhielten die
ersten Zeit- und Berufssoldaten ihre
Ernennungsurkunden. Doch wie sollte gefeiert
werden? Der Sonderbeauftragte, Brigadegeneral Karl H.
Schreiner, und seine Unterstützungsgruppe
entwickelten in Absprache mit allen
Leitungsstellen der Armee ein zweigeteiltes
Konzept, das rund 50 dezentrale sowie zehn
zentrale Veranstaltungen vorsah, etwa den
Festakt „15 Jahre Armee der Einheit“ oder den
Großen Zapfenstreich vor dem Reichstag. Außerdem
wurden in den zwei Jahren Vorbereitungszeit ein
eigener Film sowie eine Musik-CD produziert, ein
Bildband und ein „Geschichtsbuch“ aufgelegt und
sogar eine Sonderbriefmarke kreiert. „Was uns besonders gefreut hat, war die
Tatsache, dass wir sogar noch einige lebende
Vertreter aus der Zeit der Aufstellung der
Bundeswehr ausfindig machen konnten“, so
Hermann-Josef Dresbach. Es sei insgesamt eine
„hochinteressante Aufgabe“ gewesen, aus „vielen
Mosaiksteinchen ein vernünftiges wie
überzeugendes Gesamtbild der Bundeswehr zu
komponieren“. |