Das Amt Blank (auch „Dienststelle Blank“ genannt)
war von 1950 bis 1955 der Vorläufer des
Bundesministeriums der Verteidigung. Die
offizielle Bezeichnung lautete „Dienststelle des
Bevollmächtigten des Bundeskanzlers für die mit
der Vermehrung der alliierten Truppen
zusammenhängenden Fragen“. Geleitet wurde es von
Theodor Blank, der von 1955 bis 1956
Bundesverteidigungsminister war. Bereits ab Juni 1950 beriet Gerhard Graf von
Schwerin Bundeskanzler Adenauer in
Sicherheitspolitischen Fragen und traf
Vorbereitungen für den Aufbau eines künftigen
Verteidigungsministeriums. Im Oktober 1950 wurde
er jedoch von Konrad Adenauer entlassen, nachdem
er mit Pressevertretern über seine Tätigkeit
gesprochen hatte. Das Thema der Wiederbewaffnung
Deutschlands war zu dieser Zeit ein hochbrisantes
politisches Thema. Nach den Erfahrungen im Zweiten
Weltkrieg hatten die Alliierten zunächst die
völlige Entmilitarisierung Deutschlands
beschlossen. Erst unter dem Eindruck des
Koreakrieges Anfang der 50er Jahre begannen die
Westmächte auf Initiative der USA Verhandlungen
über einen Beitrag der Bundesrepublik zur
„Verteidigung der freien Welt“. Innenpolitisch
stieß die Wiederbewaffnung bei vielen Deutschen
auf Ablehnung. (Torsten Rissmann) |