Bad Reichenhall (eb) [15.02.10]. Zu einem der großen
Höhepunkte der Internationalen Divisionsskimeisterschaften
2010 wurde am Götschen der Skitouren-Wettkampf mit über
200 Teilnehmern. Bei frostigen Temperaturen wurden nacheinander
am späten Dienstagnachmittag die Wettkämpfer in vier
Gruppen im Abstand von jeweils fünf Minuten auf die Strecke
geschickt.
Zahlreiche zivile und militärische Zuschauer hatten sich
am Ende eines prächtigen Wintersporttages im Start- und Zielbereich
des Skigebiets Götschen eingefunden und die Soldaten aus
sechs Nationen immer wieder angefeuert. 176 Frauen und Männer
erreichten letztlich die Ziellinie.
Die Wettkämpfer traten in den Schneeanzügen an, die
in ihren Streitkräften üblich sind. Dazu kam an persönlicher
Ausrüstung sechs Kilo Gepäck. Die militärische
Skiausrüstung umfasste auch die auf die Skier aufzuziehenden
Felle als Aufstiegshilfe. Wichtig war für jeden, der sich
diesen Wettkämpfen stellte, dass er seine Zeit einzuteilen
verstand. Mancher, der mit viel "Dampf" sich an den
Aufstieg machte, hatte später einfach zu wenig Puste und
musste sich von denen überholen lassen, die es zunächst
gleichmäßig und ohne übertriebene Eile hatten
angehen lassen.
Der Aufstieg zum Götschen bis zum Lifthaus umfasste 300 Höhenmeter
und eine Streckenlänge von etwa zwei Kilometern. Danach wurde
bei der Abfahrt an zahlreichen Toren vorbei Tempo gemacht. Im
eleganten Bogen, viel Pulverschnee aufwirbelnd, wurde das Ziel
erreicht. Die Skier bekamen wieder ihre Felle und noch einmal
wurde ein Aufstieg verlangt. Diesmal waren es nur 50 Höhenmeter.
Bei diesem Wettbewerb durfte übrigens nur der starten, wer
nicht auch bei anderen IDSM-Wettkämpfen als Teilnehmer gemeldet
war. Der Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor Erhard
Bühler, zeigte sich am Rande des Skitouren-Wettkampfes begeistert
von dem sportlichen Ehrgeiz, den viele Teilnehmer an den Tag gelegt
hatten.
Als Erster von den ausländischen Startern kam Mario Riatsch
aus der Schweiz mit 26:44.20 ins Ziel. Den Sieg bei den Aktiven
der Bundeswehr trug Jörg Woitek von der Gebirgs- und Winterkampfschule
mit 29:55.20 davon; Zweiter wurde Thomas Trainer (Gebirgsjägerbataillon
231) mit 30:34.40. Auf Platz drei landete Johann Mühlbauer
(Gebirgsjägerbataillon 231) mit 31:27.10 Minuten. Die Mannschaftswertung
entschied das Reichenhaller Gebirgsjägerbataillon 231 vor
dem Team des Einsatz- und Ausbildungszentrum für Gebirgstragtierwesen
230 vor dem Gebirgspionierbataillon 8.
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